Universitätsrektor: Gerhard Sagerer. - © Sarah Jonek
Universitätsrektor: Gerhard Sagerer. | © Sarah Jonek

Bielefeld Land NRW plant 2019 6,5 Millionen Euro für Bielefelder Medizinfakultät ein

Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld. Für den Aufbau der medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld sieht die NRW-Landesregierung im Haushaltsentwurf für 2019 6,5 Millionen Euro, 16 Professoren und 18 Mitarbeiter vor. Nach Angaben der Hochschulen sollen noch in diesem Jahr erste Professuren ausgeschrieben werden. Für die Berufungsverfahren ist nach Angaben von Sprecher Ingo Lohuis die Fakultät zuständig. „Die Professoren werden vom Rektor berufen, im Einvernehmen mit den Krankenhausträgern." Die Universität plant dafür die Bildung von Ausschreibungskommissionen. „In diesen einigen sich der Krankenhausträger und die Fakultät vor Ausschreibung über das Profil der Professur und klären gegebenenfalls unterschiedliche Vorstellungen. Danach kann sehr zielgerichtet ausgeschrieben und berufen werden." Aktuell führt die Hochschule zur Gründung des Universitätsklinikums OWL bereits Gespräche mit dem Klinikum Lippe, dem evangelischen Klinikum Bethel und dem Klinikum Bielefeld. „Die Gespräche über die Rahmenverträge sind sehr gut gestartet", erklärt Lohuis. Zudem laufen weiterhin Gespräche zwischen Rektor Gerhard Sagerer und Vertretern von Krankenhausträgern, die es in der ersten Runde des Ausschreibungsverfahrens nicht geschafft haben. Die meisten Krankenhäuser in OWL kooperieren bereits mit medizinischen Fakultäten und bilden als akademische Lehrkrankenhäuser anderer Universitäten bereits Medizinstudenten aus. Diese Partnerschaften müssen die Krankenhäuser aber wohl auflösen, wenn sie Teil des Universitätsklinikums OWL werden möchten. „Es ist aus unserer Sicht nicht vorstellbar, dass ein Krankenhaus sich dauerhaft inhaltlich auf zwei Partner ausrichten kann. Aus den ersten Gesprächen mit den Krankenhäusern haben wir den Eindruck gewonnen, dass diese das auch nicht wollen", so Lohuis.

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