Ralph Brinkhaus will an die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag. - © CDU
Ralph Brinkhaus will an die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag. | © CDU

Politik CDU-Fraktionsvorsitz: Brinkhaus könnte 30 Prozent der Stimmen erhalten

Carolin Nieder-Entgelmeier

Berlin/Gütersloh. Unionsfraktionschef Volker Kauder und sein Stellvertreter Ralph Brinkhaus haben am Montag vor den Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU ihre Kandidaturen für das Amt des Fraktionsvorsitzenden erklärt. Aus Fraktionskreisen heißt es, dass beide CDU-Politiker Applaus für ihre Reden geerntet haben. Demnach habe der Gütersloher Bundestagsabgeordnete Brinkhaus seine Kandidatur mit dem Wunsch nach einer aktiveren Rolle der CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten gegenüber der Regierung begründet. Zudem wolle er sich für mehr Teamgeist einsetzen. Brinkhaus sagte den Kreisen zufolge in einer 15-minütigen Rede, seine Kandidatur richte sich nicht gegen die Bundeskanzlerin. Als Motiv nannte er Unzufriedenheit in der Anhängerschaft, die er im Sommer in Ostwestfalen erlebt habe. Er habe die Menschen nicht mehr erreichen können. Daher sei er zu dem Schluss gekommen, dass die Fraktion ihre Art zu arbeiten verändern und Verkrustungen aufbrechen müsse. Die Union müsse raus aus der Defensive. Partei, Regierung und Fraktion müssten sich mehr die Bälle zuwerfen. Die Fraktion solle dabei häufiger den ersten Aufschlag machen und Themen aufgreifen. Brinkhaus will nach Informationen dieser Zeitung auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und besser auf Ängste eingehen. Brinkhaus werden bei der Wahl am 25. September nur Außenseiterchancen eingeräumt, doch von erfahrenen Abgeordneten heißt es, dass er mit 30 Prozent der Stimmen rechnen könne.

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