Seit Jahren ein Problem in Werne: Hundehalter, die den Kot ihres Tieres nicht entfernen. - © picture alliance / dpa (Symbolbild)
Seit Jahren ein Problem in Werne: Hundehalter, die den Kot ihres Tieres nicht entfernen. | © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Werne Höhere Strafen für Hundekot: 200 Euro können in Werne fällig werden

Zudem sollen kostenfreie Beutel in Supermärkten dabei helfen, das Problem zu lösen

Werne. Seit Jahren ein Ärgernis, jetzt sollen drastischere Strafen das Problem beheben: Die Stadt Werne im Kreis Unna hat das Bußgeld für Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihres Tieres nicht beseitigen, auf 200 Euro erhöht. Am Mittwochabend traf der Stadtrat diese Entscheidung. Immer wieder ärgerten sich Bürger in Werne über die zahlreichen Tretminen beim Gang durch ihre Stadt. Besonders viele Hundehaufen fanden sich im Stadtpark, im Stadtwald sowie an der Saline. Anwohner und Touristen mussten aber auch auf Gehwegen und auf den Spielplätzen aufpassen, nicht in Kot zu treten. Nach mehreren Medienberichten nahm sich die FDP-Fraktion des Themas an. Im Ausschuss für Soziales, bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Ordnung stellten sie am 20. Januar 2018 den Antrag, das Bußgeld von bisher 35 auf 200 Euro zu erhöhen. Wie die Fraktionsvorsitzende der Liberalen, Claudia Lange, mitteilte, soll diese Maßnahme eine starke Signalwirkung haben. Keinesfalls richte sich die der Schritt gegen Hundehalter an sich. Vielmehr hofft die FDP in Werne, dass die Präventionswirkung eines höheren Ordnungsgeldes zusammen mit der sozialen Kontrollen der Bürger untereinander wirkt. Mehr kostenfreie Hundekotbeutel Ein höheres Bußgeld allein wird nicht reichen, das ist auch der FDP klar. Damit sich Bürger und Besucher der Stadt Werne in Zukunft weniger über Hundehaufen auf öffentlichen Flächen ärgern, sollen Halter in der Stadtverwaltung, an Kiosken und in Supermärkten kostenfrei Beutel bekommen, um diese "ohne großen Aufwand zu entfernen". "Die Kosten pro Beutel bewegen sich im Cent-Bereich und sind daher von der Stadt tragbar", ist sich Lange sicher. Freiwillige Ausgabestellen sollen sich mit größeren Mengen der gratis Hundekotbeutel vom Stadthaus eindecken können. Dies sei besser als Hundetütenhalter aufzustellen, die Ziel von Vandalismus sein könnten. Saubere Stadt über höheres Bußgeld für Hundehaufen Seit Jahren sorgen die Hinterlassenschaften von Hunden in Werne für großen Unmut. So stellte die FDP im Haupt- und Finanzausschuss im Jahr 2009 einen Antrag, um Hundetütenhalter, eine Hundetoilette im Stadtpark und eine Hundeauslauffläche abseits der Innenstadt einzuführen. Zwei Jahre später schlug die SPD Tütenstationen vor. Unter anderem weil sie mutwillig zerstört werden könnten und auch, weil Bußgelder als sinnvoller erachtet wurden hat sich Werne bisher nicht für das Aufstellen von Kotbeutelspendern entschieden.  Bielefeld gehört zu den Städten, in denen Hundehalter am wenigsten bezahlen müssen, wenn sie die Hinterlassenschaften ihres Tieres nicht entfernen. 20 Euro werden fällig. Ganz anders in Köln: Bis zu 500 Euro kann es je nach Örtlichkeit kosten, wenn der Kot auf öffentlichen Flächen zurückbleibt. Das ist das deutschlandweit höchste Bußgeld.

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