Beste Stimmung: Rainer Norden (v. l.), EvKB-Vorstandschef Ulrich Pohl, Hermann Gröhe, die Verwaltungsratsvorsitzende Ingeborg von Schubert und Mara-Geschäftsführer Matthias Ernst. Foto: S. Jonek - © Sarah Jonek
Beste Stimmung: Rainer Norden (v. l.), EvKB-Vorstandschef Ulrich Pohl, Hermann Gröhe, die Verwaltungsratsvorsitzende Ingeborg von Schubert und Mara-Geschäftsführer Matthias Ernst. Foto: S. Jonek | © Sarah Jonek

Bielefeld Gröhe betont Rolle der Zuwendung in Kliniken

Jahresempfang im EvKB: Als Festredner spricht der Bundesgesundheitsminister in Bielefeld. Er würdigt die Arbeit vor Ort und fordert mehr Kooperationen zwischen kleinen und großen Häusern

Von Heidi Hagen-Pekdemir Bielefeld. Anlass zum Feiern gibt es in Bethel im 150. Jubiläumsjahr mehr als genug. Den Auftakt bildete der traditionelle Jahresempfang des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB) im Assapheum. Als Festredner konzentrierte sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nicht ausschließlich auf die Kernthemen des Gesundheitswesens. Ebenso ging er auf die 150-jährige Geschichte Bethels ein und nahm die zum Anlass einer besonderes Würdigung. Gröhe, der selbst sieben Jahre den Vorstandsposten eines diakonischen Werks in seiner Heimatstadt Neuss innehatte, hob besonders die christliche Zuwendung hervor, die Kranken und Bedürftigen in Bethel entgegengebracht wird. „Wir haben hier ein Krankenhaus der Maximalversorgung“, fasste er zusammen. Zur Weiterentwicklung der deutschen Krankenhauslandschaft hält der Minister die Verknüpfung von ortsnahen Versorgern mit Spezialeinrichtungen für unerlässlich. „Wir brauchen ein kluges Netz. Wenn sich ein kleines Krankenhaus im ländlichen Raum mit einem größeren Zentrum gemeinsam auf den Weg begibt, ist das kein Widerspruch“, sagte Gröhe. Investitionen von etwa 100 Millionen Euro kündigte in seinem Grußwort Rainer Norden für die nächsten Jahre an. 60 Millionen davon fließen nach Angaben des Krankenhausgeschäftsführers in den Neubau „einer der modernsten Kinderkliniken in Deutschland“. Mit dem Bau soll 2019 begonnen werden. Gerade rechtzeitig zum Neujahrsempfang war am Freitag der Bescheid der Bezirksregierung Detmold gekommen, der dem EvKB die Einrichtung einer Kinder- und Jugendpsychiatrie bewilligt. Die Krankenhäuser (EvKB und Mara) haben ihren Umsatz stetig erhöht (2014: 294 Millionen Euro, 2015: 304 Millionen Euro). Für das aktuelle Geschäftsjahr werden 315 Millionen Euro erwartet.

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