Phishing-Mail: Diese angeblich von Mastercard stammende E-Mail kommt in betrügerischer Absicht. - © Screenshot: NW
Phishing-Mail: Diese angeblich von Mastercard stammende E-Mail kommt in betrügerischer Absicht. | © Screenshot: NW

Bielefeld Neue Betrugsmails wollen Kreditkarten-Daten abgreifen

Elektronische Post: Empfänger sollen Adressen und Mastercard-Nummern auf Formular eintragen

Dirk-Ulrich Brüggemann
22.12.2015 | Stand 22.12.2015, 10:30 Uhr

Bielefeld. Eine neue E-Mail mit betrügerischer Absicht erreicht dieser Tage Empfänger in Ostwestfalen-Lippe. Dort werden Besitzer von Mastercard-Kreditkarten, aber aber auch solche Adressaten, die keine Mastercard-Kunden sind, angeschrieben und darüber informiert, dass die Kreditkarte gesperrt ist. Diese E-Mail ist deutlich besser aufgemacht als bisher bekannte Mails, in denen Kontodaten ausspioniert werden sollten. In dieser neuen Mail werden die Kunden namentlich angesprochen. Das Deutsch der Mail ist ausgesprochen gut, fast keine Tippfehler finden sich der elektronischen Post. Der enthaltene Link zur Verifizierung der Daten des Kunden enthält natürlich auch das Wort Mastercard. Unbedarfte Leser dieser Mail werden nicht unbedingt auf den ersten Blick stutzig und kommen auf den Gedanken, dass hier ein Betrugsversuch lauern könnte. In der Mail wird darauf hingewiesen, dass die Kreditkarte zur Zeit aus Sicherheitsgründen weder belastet werden kann, noch kann Geld auf diese eingezahlt werden. Laut Mail kann der Kunde die Karte sofort wieder entsperren, wenn er eine Verifizierung durchführt, die nur wenige Minuten Zeit kostet. Neu ist ein weiterer Hinweis in der Mail, mit dem ein gewisser Druck aufgebaut wird. Wenn der Kunde nicht innerhalb von 24 Stunden seine Kreditkarte entsperrt, soll ihm eine neue Kreditkarte zugesandt werden, die dann seinem Konto mit 49,99 Euro belastet wird. Auf der Verifizierungsseite werden dann persönliche Daten abgefragt. Wer sich diese Seite und ihre Zieladressen im Browser genau ansieht, wird feststellen, dass die Server in Russland stehen. Wie die Internetseite IT-Sicherheitsnews.de meldet, haben die ausländischen Hacker die Namen und E-Mail-Adressen der vermeintlichen Mastercard-Kunden von Adressverkäufern. Angeschrieben wurden aber auch Personen, die gar keine Mastercard Besitzen. IT-Sicherheitsnews empfiehlt, am Computer vor dem Anklicken eines Links diesen erst langsam mit der Maus zu überfahren. Dann ist die genaue Linkadresse deutlich sichtbar. Auf der Internetseite von Mastercard findet sich der Hinweis, dass weder Mastercard noch die kartenausgebende Bank persönliche Informationen oder die vollständige Kreditkartenummer per E-Mail abfragen würden.

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