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Angela Merkel sitzt am 2. Dezember 2021 bei ihrer Verabschiedung durch die Bundeswehr in einem Sessel. - © Michael Kappeler
Angela Merkel sitzt am 2. Dezember 2021 bei ihrer Verabschiedung durch die Bundeswehr in einem Sessel. | © Michael Kappeler

Jahrestag Ex-Kanzlerin Angela Merkel: "Frieren für die Ukraine kann nicht jeder"

Das Erfolgsmodell des Westens sei, dass es den Menschen gut gehe, sagte sie dem "Spiegel". Indirekt äußerte sie Kritik an Annalena Baerbocks Außenpolitik.

27.11.2022 | Stand 27.11.2022, 18:12 Uhr

Berlin. Alt-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat davor gewarnt, die Leidensfähigkeit der Deutschen angesichts des Ukraine-Krieges zu überfordern. „Frieren für die Ukraine, das kann nicht jeder“, sagte Merkel dem Magazin „Spiegel“ zum bevorstehenden Jahrestag ihres Ausscheidens aus dem Kanzleramt. Die erste Bundeskanzlerin Deutschlands war am 8. Dezember 2021 nach 16 Jahren im Amt vom amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) abgelöst worden.

In Deutschland gebe es eine „intellektuelle Elite, die sehr wertegetrieben ist. Aber die hat keine Chance, wenn sie nicht von einer breiten Mehrheit getragen wird“, so die Alt-Kanzlerin. „Das Erfolgsmodell des Westens ist, dass es den Menschen gut geht.“

Indirekt äußerte Merkel Kritik an der Außenpolitik von Annalena Baerbock. Sie wolle sich nicht in die aktuelle Politik einmischen. „Aber man kann jetzt auch nicht einfach so tun, als bräuchte man nur die richtige Einstellung, und dann wird das schon“, sagte Merkel.

> > > Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Merkels Ukraine-Mahnung

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