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Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). - © Julian Stratenschulte
Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). | © Julian Stratenschulte

Ex-Kanzler und Lobbyist Parteivorsitzende Esken: Schröder sollte aus SPD austreten

Gerhard Schröder meldet sich in einem Interview zurück. Von Russland und Putin lossagen will er sich weiterhin nicht. Erneut flammt Kritik auf.

25.04.2022 | Stand 25.04.2022, 10:07 Uhr

Berlin (dpa). Nach seinem vielbeachteten Interview in der „New York Times“ hat die SPD-Vorsitzende Saskia Esken dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder den Austritt aus der SPD nahegelegt. Das Niederlegen seiner Mandate bei russischen Konzernen „wäre notwendig gewesen, um sein Ansehen als ehemaliger und einst erfolgreicher Kanzler zu retten. Und diesem Rat ist er leider nicht gefolgt“, sagte Esken am Montagmorgen im "Deutschlandfunk". „Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren lediglich als Geschäftsmann, und wir sollten damit aufhören, ihn als Elder Statesman, als Altkanzler wahrzunehmen. Er verdient sein Geld mit der Arbeit für russische Staatsunternehmen, und seine Verteidigung Wladimir Putins gegen den Vorwurf der Kriegsverbrechen ist regelrecht absurd.“ Auf die Frage, ob Schröder aus der Partei austreten sollte, sagte Esken: „Das sollte er.“

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