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Flaggen mit den russischen Nationalfarben, dem russischen Staatswappen sowie eine deutsche Fahne sind an mehren Autos am Ende eines Autokorsos in Berlin am 3. April zu sehen. - © Carsten Koall
Flaggen mit den russischen Nationalfarben, dem russischen Staatswappen sowie eine deutsche Fahne sind an mehren Autos am Ende eines Autokorsos in Berlin am 3. April zu sehen. | © Carsten Koall

Ukraine-Krieg Pro-russischer Autokorso und Gegendemo am Sonntag in Hannover geplant

Niedersachsen hat mögliche strafrechtliche Konsequenzen für das Verwenden oder Verbreiten des sogenannten Z-Symbols in der Öffentlichkeit angekündigt.

07.04.2022 | Stand 07.04.2022, 12:37 Uhr

Hannover. Gegen einen geplanten pro-russischen Autokorso am Sonntag durch Hannover ist zu friedlichem Protest aufgerufen worden. „Hannover zeigt Haltung für eine sofortige Beendigung des Krieges“, sagte der Organisator der Gegendemonstration, Matthias Görn, laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Nachdem ein ähnlicher Korso in Berlin für große Empörung gesorgt habe, rufe der Verein Freundeskreis Hannover zu einer Gegendemonstration auf.

Wie ein Polizeisprecher der Stadt bestätigte, sind für den kommenden Sonntag zwei Versammlungen mit Teilnehmerzahlen im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich angezeigt. Aktuell finden laut Polizei Kooperationsgespräche statt, bevor es durch Verfügungen mehr Klarheit zu den geplanten Demos gibt. Eine Privatperson hatte vor einigen Tagen eine Versammlung mit dem Motto „Gegen Volksverhetzung, Mobbing, und Diskriminierung der russischen Bevölkerung“ angezeigt.

Am vergangenen Sonntag hatte ein Autokorso durch Berlin, an dem laut Polizei rund 400 Fahrzeuge teilnahmen, Empörung ausgelöst. An zahlreichen Autos waren Fahnen in den russischen Farben Weiß-Blau-Rot zu sehen. Auch ein sogenanntes Z-Symbol zur Unterstützung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine wurde nach Angaben von Berlins Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) gezeigt.

Wie andere Bundesländer hatte auch Niedersachsen mögliche strafrechtliche Konsequenzen für das Verwenden oder Verbreiten des sogenannten Z-Symbols in der Öffentlichkeit angekündigt, wenn damit öffentlich Zustimmung zum Angriffskrieg von Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine zum Ausdruck gebracht werde. Die Polizei werde vor diesem Hintergrund auf die Einhaltung des anzeigten Mottos und mögliches strafrechtlich relevantes Verhalten hinweisen, sagte der Sprecher. (dpa)

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