Polizisten sichern an der Mauer zur Synagoge die Umgebung, eine abgedeckte Leiche liegt auf der Straße. - © picture alliance/dpa
Polizisten sichern an der Mauer zur Synagoge die Umgebung, eine abgedeckte Leiche liegt auf der Straße. | © picture alliance/dpa

Angriff auf Synagoge in Halle an der Saale Mörderisches Attentat am Versöhnungstag

Drinnen beten fast hundert Menschen, da beginnt draußen das Grauen. Die 240.000-Einwohner-Stadt im Süden Sachsen-Anhalts gilt schon lange als Dreh- und Angelpunkt des Rechtsextremismus

Jörg Köpke
Jan Sternberg

Halle/Saale. Ein grauer VW Golf mit Euskirchener Kennzeichen hält vor der jüdischen Synagoge. Ein Mann – olivgrüne Jacke, Stahlhelm mit Kamera, Kampfstiefel und Handschuhe – steigt aus dem Auto. Auf dem Rücken trägt er einen Rucksack. Mehrere Patronenmagazine sind um seinen Bauch gegürtet. An einer Mauer stellt er eine Schrotflinte ab. Mit einem anderen Gewehr geht er hinter dem Auto in Deckung, eröffnet das Feuer. Und im beschaulichen Paulusviertel im Norden des sachsen-anhaltinischen Halle, am höchsten Feiertag für Menschen jüdischen Glaubens, beginnt das Grauen...

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