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UN-Generalsekretär Antonio Guterres. - © AFP
UN-Generalsekretär Antonio Guterres. | © AFP

Kein Geld mehr UN können Mitarbeiter im November womöglich nicht bezahlen

Derzeit schulden allein die USA den Vereinten Nationen über eine Milliarde Dollar. Auch andere Länder haben offenbar eine schlechte Zahlungsmoral.

09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 07:17 Uhr

New York (rtr/dpa). Den Vereinten Nationen geht wegen schlechter Zahlungsmoral ihrer Mitgliedsstaaten nach den Worten von Generalsekretär Antonio Guterres das Geld aus, um ihre Mitarbeiter zu entlohnen. Möglicherweise kein Geld für Mitarbeiter "Diesen Monat werden wir das größte Defizit der Dekade erreichen", warnte Guterres am Dienstag in New York. "Wir riskieren, in den November zu gehen, ohne das Geld für die Gehälter unserer Mitarbeiter zu haben." Der Etat der Vereinten Nationen liegt 2019 bei rund 3,3 Milliarden Dollar. Größter Beitragszahler sind die USA, die 22 Prozent des Budgets bestreiten. Aktuell schuldet die Regierung in Washington der Staatengemeinschaft rund 380 Millionen Dollar für frühere Budgets und gut 670 Millionen Dollar für den Haushalt in diesem Jahr, zusammen also mehr als eine Milliarde Dollar. Trump findet US-Beitrag unfair 129 der 193 Mitgliedsstaaten hätten ihre diesjährigen Zahlungen schon geleistet, alle anderen rief Guterres dazu auf, das so bald wie möglich zu tun. US-Präsident Donald Trump kritisiert, sein Land zahle einen unfair hohen Beitrag zum Budget der Vereinten Nationen, und fordert eine Reform. Die Friedensmissionen der UN werden aus einem separaten Topf finanziert. Das Budget für diese Einsätze beläuft sich im Haushaltsjahr bis zum 30. Juni auf 6,7 Milliarden Dollar, der Folgehaushalt bis Mitte 2020 umfasst 6,5 Milliarden Dollar. Auf die USA entfällt davon ein Anteil von 28 Prozent, das Land will jedoch nur 25 Prozent zahlen. Für die Friedensmissionen schuldet die Regierung in Washington den UN aktuell 2,4 Milliarden Dollar.

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