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Bischof Franz-Josef Bode erklärt, er wolle jetzt die Aufarbeitung der Fälle sexualisierter Gewalt zu seiner Hauptaufgabe machen. - © Friso Gentsch
Bischof Franz-Josef Bode erklärt, er wolle jetzt die Aufarbeitung der Fälle sexualisierter Gewalt zu seiner Hauptaufgabe machen. | © Friso Gentsch

Katholische Kirche Missbrauchsfälle: Osnabrücker Bischof gibt Fehler zu - und will im Amt bleiben

Eine Studie bescheinigt dem Bistum Osnabrück Pflichtverletzungen und schwere Versäumnisse bei der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Bischof Franz-Josef Bode will dem Papst aber nicht seinen Rücktritt anbieten.

22.09.2022 | Stand 22.09.2022, 15:35 Uhr

Osnabrück (dpa). Trotz Pflichtverletzungen im Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt im Bistum Osnabrück will Bischof Franz-Josef Bode im Amt bleiben. Er trage die Verantwortung für „erhebliche Defizite und schwerwiegende Fehler“, die zum großen Teil in seiner Amtszeit gemacht worden seien, sagte der 71-jährige katholische Geistliche am Donnerstag. „Ich selbst habe in einigen Fällen fahrlässig gehandelt.“ Diese Sorgfaltspflichtverletzungen seien vielleicht seiner Leichtgläubigkeit oder seiner Zögerlichkeit geschuldet gewesen.

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