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Viele der flüchtenden Menschen wollen ihre Haustiere nicht zurücklassen. - © picture alliance / newscom
Viele der flüchtenden Menschen wollen ihre Haustiere nicht zurücklassen. | © picture alliance / newscom

Krise in Osteuropa Mit Haustieren auf der Flucht: Wie ein Tierschutzverein helfen will

Bei der Einreise nach Deutschland müssen Besitzer von Haustieren eine Tollwutimpfung und einen Bluttest nachweisen. Unmöglich für die Menschen aus der Ukraine.

Katharina Thiel
27.02.2022 | Stand 27.02.2022, 07:33 Uhr

Unzählige Ukrainer flüchten aktuell vor der russischen Invasion. Schon jetzt seien tausende Menschen über die Grenzen in Nachbarländer wie Polen, Moldau, die Slowakei und auch Russland geströmt, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Viel können die Familien bei ihrer Flucht nicht mitnehmen. Ihre Haustiere wollen einige jedoch nicht zurücklassen.

Das Problem: "Für Familien mit Haustieren kann die Einreise nach Deutschland dabei schwierig werden, weil ihnen die notwendigen Belege für den Tollwut-Impfschutz fehlen", schreibt der Tierschutzverein München bei Facebook.

Die Einhaltung der Einreiseregeln ist für die Flüchtenden allerdings praktisch unmöglich: Denn neben einer nachgewiesenen und gültigen Tollwutimpfung wird von allen Tieren auch ein Bluttest (Tollwutantikörpertest) in einem zugelassenen EU-Labor verlangt. "Die Blutentnahme darf frühestens 30 Tage nach der Impfung und muss mindestens 3 Monate vor der Einreise in die Europäische Union in dem jeweiligen Land erfolgen", so der Zoll.

An dieser Stelle will der Tierschutzverein München unterstützen: "Hier werden wir schnelle Hilfe leisten und ihre Tiere vorübergehend in unserer Tollwutquarantänestation aufnehmen. Diesbezüglich stehen wir natürlich in ständigem Austausch mit dem Veterinäramt."

In zahlreichen Kommentaren unter dem Facebook-Posting danken User dem Tierschutzverein für seinen Einsatz. "Wie traurig, wenn man ansonsten ein Tier zurück lassen müsste!", schreibt jemand. Viele bieten ihre Hilfe an. Einige berichten zudem davon, dass Polen die Tiere mittlerweile auch ohne Tollwutimpfung ins Land lasse.

So besteht zumindest die Chance, dass zu allem schon Verlorenen nicht auch noch die eigenen Haustiere hinzu kommen.

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