Von 100 geschlüpften Schildkröten gelangen laut Schätzungen 90 ins Meer. Aber nur drei erreichen das Erwachsenenalter.
© Pixabay (Symbolfoto)

Vom Aussterben bedroht Meeresschildkröten in Nicaragua legen unter Militärschutz ihre Eier

Tausende Exemplare der bedrohten Schildkrötenart werden durch Soldaten bewacht. So soll die Plünderung der Nester verhindert werden.

2021-12-07 13:04:43

San Juan del Sur (AFP). Tausende Meeresschildkröten haben am Wochenende an der Küste Nicaraguas unter Militärschutz ihre Eier gelegt. Zusammen mit den Umweltbehörden des Landes schützen Soldaten am Strand von La Flor in San Juan del Sur im Süden des Landes die Oliv-Bastardschildkröten, um zu verhindern, dass Anwohner aus benachbarten Gemeinden ihre Nester plündern.

Die Schildkrötenart ist vom Aussterben bedroht. Die Meeresschildkröten legen weite Strecken zurück, um in den Naturschutzgebieten La Flor und Chacocente an der Pazifikküste des mittelamerikanischen Landes ihre Eier abzulegen. Die Behörden schätzen, dass von 100 geschlüpften Schildkröten zwar 90 ins Meer gelangen, aber nur drei das Erwachsenenalter erreichen.

Jede der ausgewachsen etwas mehr als einen halben Meter großen und etwa 38 Kilogramm schweren Schildkröten legt rund 90 Eier. Aus diesen schlüpfen nach etwa 40 bis 70 Tagen die Babyschildkröten.

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