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Passanten haben Blumen vor dem Eingangsbereich der Hamburger Synagoge abgelegt. - © Jonas Walzberg/dpa
Passanten haben Blumen vor dem Eingangsbereich der Hamburger Synagoge abgelegt. | © Jonas Walzberg/dpa
Antisemitismus

Ermittler sehen Angriff vor Synagoge als versuchten Mord

Der Verdacht liegt nahe und sorgt für Entsetzen: Hintergrund für die Attacke auf einen jüdischen Studenten in Hamburg ist vermutlich Judenhass. Zumindest nehmen das die Ermittler an.

Christiane Bosch
05.10.2020 | Stand 05.10.2020, 14:32 Uhr
Martin Fischer

Hamburg (dpa) - Polizei und Generalstaatsanwaltschaft werten den Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Hamburger Synagoge nach ersten Erkenntnissen als versuchten Mord - mutmaßlich aus Judenhass. „Aufgrund der derzeitigen Einschätzung der Gesamtumstände ist bei der Tat von einem antisemitisch motivierten Angriff auszugehen", teilten die beiden Behörden am Montag in Hamburg mit. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Philipp Stricharz, sprach von einem „Terroranschlag", weil solche Taten die Angst schürten, „ob man wirklich ohne Verletzungen und Behelligungen unsere jüdischen Einrichtungen erreicht, um Feste zu feiern".

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