0
Ermittlungen nach Tod von zwei Kindern in Hanau - © Foto: Boris Roessler/dpa
Blumen und Kerzen erinnern an den gewaltsamen zweier Kinder in Haunau. | © Foto: Boris Roessler/dpa

Kriminalität Fahndung nach Tod von Geschwisterpaar dauert an

13.05.2022 | Stand 13.05.2022, 15:20 Uhr

Hanau - Nach dem Tod zweier Geschwister in Hanau sucht die Polizei weiter nach dem Tatverdächtigen. Die Fahndung dauere an, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Auch die Staatsanwaltschaft gab keine neuen Details preis: «Die Fahndung läuft auf Hochtouren», sagte die Hanauer Staatsanwältin Lisa Pohlmann.

Ermittelt wird wegen Mordverdachts. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Gesuchten um den Vater der beiden Kinder - ein siebenjähriges Mädchen und ein elfjähriger Junge.

Am Mittwochmorgen hatten Passanten vor einem Hochhaus in der Hanauer Innenstadt auf dem Boden den schwer verletzten Jungen gefunden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Auf dem Balkon der Wohnung im neunten Stock des Hauses wurde seine tote Schwester entdeckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen, weitere Details waren offen geblieben. Die Geschwister lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Die Ermittler erklärten, wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen habe, werde gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau in Verbindung zu setzen.

Hinweis auf familiäre Probleme

Die Familie war zum Jahreswechsel 2021/22 nach Hanau zugezogen. Schon Monate vor der Tat lagen dem Hanauer Jugendamt Hinweise auf familiäre Probleme vor, wie die Stadt berichtet hatte. Die Obduktion der Leichen hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch «scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich» starb. Bei dem Jungen hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt. Sie seien auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.