NW News

Jetzt installieren

0
Trump - © Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wendet sich spöttisch an seinen Nachfolger Joe Biden. | © Foto: Alex Brandon/AP/dpa

USA Trump an Biden: Richten Sie Putin «herzlichste Grüße» aus

11.06.2021 | Stand 11.06.2021, 08:04 Uhr

Washington - Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe Biden vor dessen Gipfel mit Wladimir Putin in einer spöttischen Mitteilung Grüße für den Kremlchef mit auf den Weg gegeben.

«Viel Glück für Biden im Umgang mit Präsident Putin - schlafen Sie während des Treffens nicht ein, und bitte richten Sie ihm meine herzlichsten Grüße aus!», teilte Trump mit. Biden kommt am Mittwoch nächster Woche in Genf mit Putin zusammen. Trump hatte bei einem Gipfel mit Putin in Helsinki vor knapp drei Jahren Erkenntnisse seiner eigenen Geheimdienste über Einmischungen Russlands in die US-Wahlen infrage gestellt.

Vorwürfe gegen Trump

In der Heimat hatte Trump damals einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er behauptete jetzt, er habe in Helsinki «ein großartiges und sehr produktives Treffen» mit Putin gehabt. Dabei hätten die USA viel gewonnen, «einschließlich des Respekts von Präsident Putin und Russlands». Im Wahlkampf hatte Trump Biden als «schläfrigen Joe» verspottet. Der Republikaner war seinem demokratischen Widersacher bei der Wahl im November klar unterlegen. Trump erkennt das bis heute nicht an und sieht sich durch Betrug um seinen Sieg gebracht. Sein Lager ist allerdings mit Dutzenden Klagen deswegen gescheitert.

Trump sah sich in seiner Amtszeit immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, Putin zu hofieren. Im Wahlkampf hatte Biden Trump als «Putins Welpen» bezeichnet und einen konfrontativeren Kurs gegenüber Moskau angekündigt. Zum Auftakt seiner ersten Europareise hatte Biden am Mittwoch gesagt, die USA suchten nicht den Konflikt mit Russland. «Wir wollen eine stabile, vorhersehbare Beziehung.» Biden machte aber auch deutlich, dass die russische Regierung bei «schädlichen Handlungen» mit Konsequenzen der USA rechnen müsse.

Bei seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident ist Biden derzeit in Großbritannien, wo er bis Sonntag dem G7-Gipfel beiwohnen wird. Am Montag nimmt er am Nato-Gipfel in Brüssel teil, wo am Tag darauf ein Spitzentreffen mit EU-Vertretern auf dem Programm steht. Am kommenden Mittwoch ist dann das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen Bidens mit Putin angesetzt, bevor der US-Präsident nach Washington zurückkehrt.

Mehr zum Thema

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.