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Bei einem Bad in der Ostsee hat sich eine weitere Frau mit Vibrionen infiziert. - © Pixabay
Bei einem Bad in der Ostsee hat sich eine weitere Frau mit Vibrionen infiziert. | © Pixabay

Gefährliche Bakterien Weitere Vibrionen-Infektion in der Ostsee

Wieder ist eine ältere Frau erkrankt. In der vergangenen Woche forderten die Bakterien ein Todesopfer

14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 19:21 Uhr

Rostock/Kiel (dpa/jw). In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein weiterer Mensch bei einem Bad in der Ostsee mit Vibrionen infiziert. Damit steige die Zahl der Infektionen in diesem Jahr auf sechs, sagte Heiko Will, Direktor des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Rostock am Mittwoch. Auch in dem neuen Fall sei eine hochbetagte Frau betroffen, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Menschen gehöre. Vergangene Woche war eine ältere Frau an einer solchen Infektion gestorben. In Schleswig-Holstein seien weiterhin keine Erkrankungsfälle bekannt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Klimawandel: Vibrionen-Erkrankungen können mehr werden Die Bakterien kommen naturgemäß in Salzwasser vor, meist in küstennahen Gegenden und an Flussmündungen. Erst wenn ihre Konzentration zu hoch ist, kann es gefährlich werden. „Begünstigt wird ihre Vermehrung etwa durch Wassertemperaturen ab 18 Grad", sagt Hans-Christoph Selinka vom Umweltbundesamt. Bislang gebe es nur wenige Erkrankungen und einzelne Todesfälle, so Selinka. Die Zahl könne aber durch längere Hitzeperioden im Zusammenhang mit dem Klimawandel in Zukunft leicht ansteigen. Die Bakterien können durch Wunden in den Körper gelangen und Infektionen auslösen.

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