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Die Coronakrise trifft alleinerziehende Mütter und Väter besondershart. Trotzdem profitiert genau diese Gruppe in vielen Fällen kaumvom Kinderbonus. - © picture alliance
Die Coronakrise trifft alleinerziehende Mütter und Väter besondershart. Trotzdem profitiert genau diese Gruppe in vielen Fällen kaumvom Kinderbonus. | © picture alliance

Kommentar Kinderbonus kommt nur zur Hälfte an: Ein Schlag gegen Alleinerziehende

Anstatt Alleinerziehende beim Kampf gegen das Abrutschen in die Armut zu unterstützen, kommt nicht mal der Kinderbonus von 300 komplett bei ihnen an. Mit dieser Entscheidung setzt die Bundesregierung ein eindeutiges Signal.

Carolin Nieder-Entgelmeier
14.08.2020 | Stand 13.08.2020, 23:54 Uhr

Wir wollen mit Wumms aus der Krise, kündigte Bundesfinanzminister Olaf Scholz vollmundig an, als er im Juni das Konjunkturpaket der Bundesregierung ankündigte. Für Familien blieb der versprochene Wumms aus, denn kurzfristige Hilfen wie Mehrwertsteuersenkung oder Kinderbonus helfen nicht bei der Bewältigung struktureller Probleme wie fehlender Kinderbetreuung oder prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Die Coronakrise hat sich für Familien, insbesondere für Alleinerziehende, zu einer nie da gewesenen Zerreißprobe entwickelt, weil sich bestehende Probleme durch die Pandemie noch verschärfen und so oftmals nicht mehr zu bewältigen sind.

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