Franck Ribéry. - © AFP
Franck Ribéry. | © AFP

Meinung Ribéry pöbelt gegen Goldsteak-Kritiker: Nullkommanull Verständnis

Obwohl Franck Ribéry zum Verzehr eines mit Blattgold überzogenen Steaks eingeladen war, muss der Franzose dafür nun zahlen. Angeblich wesentlich mehr als ihn das besondere Stück Fleisch ohne Promi-Bonus gekostet hätte. Die Strafe sprach sein Arbeitgeber Bayern München aus, weil Ribéry durch nicht akzeptable Wortwahl in öffentlichen Internet-Posts seine Vorbildfunktion verletzt habe. Das sollte unstrittig sein selbst für jene, die dem Angreifer verteidigend zur Seite sprangen. Sie führten allerdings an, Ribéry werde häufig im Netz und von Medien hart attackiert, plädierten quasi auf Notwehr. Verständnis für Ribéry? Im Ernst? Nein, nullkommanull. Er soll essen, was ihm schmeckt. Seine Sache. Damit per Video zu protzen, ist dagegen asozial. Es vertieft den Spalt zwischen Fußball-Millionären und Teilen der Fans. Die fragen sich längst, ob sie diesen bisweilen abgehobenen Betrieb weiter unterstützen wollen. Ein Fußballprofi muss sich deshalb nicht alles bieten lassen, und der Ton in manchen Netz-Kommentaren ist wirklich unterirdisch. Aber mit Mitte 30 sollte Ribéry wissen, dass seine Worte mehr bewirken als der geistige Unrat von Internet-Pöblern. Er müsste drüber stehen. Und wenn er das nicht schafft, sollten sich in seinem Umfeld, privat oder beruflich, endlich Menschen finden, die besser auf ihn aufpassen. Kontakt zum Autor

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