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Holm Friebe über seine Stein-Strategie und "die Kunst nicht zu handeln"

"Wir können von Steinen lernen"

21.09.2013 | Stand 14.04.2020, 13:07 Uhr
Holm Friebe: "Wir können von Steinen lernen" - © Kultur
Holm Friebe: "Wir können von Steinen lernen" | © Kultur

Bielefeld. Nicht-Handeln, Stillhalten und Abwarten sind in vielen Situationen die bessere Wahl, sagt Holm Friebe. Mit seinem neuen Buch "Die Stein-Strategie" bezieht er Gegenposition zum grassierenden Hyper-Aktionismus und Erschöpfungsstolz. Thomas Klingebiel sprach mit ihm über den Bundestagswahlkampf, überzogenes Selbstvertrauen von Experten und das Steinesammeln.

Herr Friebe, Peer Steinbrück führt zwar den Stein im Namen, aber die Großmeisterin der Stein-Strategie, schreiben Sie, ist Angela Merkel. Ist die Bundestagswahl am Sonntag auch ein Prüfstein für Ihre These? Sehen wir einer weiteren Steinzeit entgegen?
HOLM FRIEBE:
Es ist ein guter Freilandversuch, um den Erfolg dieser Konzepte gegeneinander laufen zu lassen. Angela Merkel hat die Taktik - ich würde in diesem Fall eher von Taktik sprechen - des Abwartens, Hinauszögerns, Kommen- und Abtropfenlassens zu einer Perfektion kultiviert, dass kaum ein Kraut dagegen gewachsen ist.

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