Ein Obdachloser mit Maske isst eine Mahlzeit von der Essensausgabe. - © picture alliance / ZUMAPRESS.com
Ein Obdachloser mit Maske isst eine Mahlzeit von der Essensausgabe. | © picture alliance / ZUMAPRESS.com

NW Plus Logo Interview Arm und Reich in der Krise: "Wir brauchen einen Corona-Soli"

Armutsforscher Christoph Butterwegge über die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft und warum Arme eher an Covid-19 sterben. Der Experte sieht die Umverteilung von oben nach unten als Ausweg.

Stefan Brams

Herr Butterwegge, Sie schreiben in Ihrem neuen Buch „Ungleichheit in der Klassengesellschaft": „In Deutschland gilt die zynische Grundregel, wer arm ist, muss früher sterben, während der Pandemie gilt, wer arm ist, muss eher sterben." Ist das nicht dasselbe? Christoph Butterwegge: Es handelt sich um ein Sprachspiel, das leider nicht jeder verstanden hat. Es sollte ausdrücken, dass Arme in Deutschland früher sterben, weil sie eine um zehn Jahre kürzere Lebenserwartung haben als Reiche...

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