Eliah Sakakushev-von Bismarck spielt eine der wenigen noch existierenden Synagogenorgeln der Vorkriegszeit. - © Joachim Göres
Eliah Sakakushev-von Bismarck spielt eine der wenigen noch existierenden Synagogenorgeln der Vorkriegszeit. | © Joachim Göres

NW Plus Logo Kulturstreit Instrumentalmusik war lange tabu

Eine Ausstellung in der Villa Seligmann in Hannover erinnert an den historischen Streit um die Einführung der Orgel in jüdischen Gemeinden. Synagogenorgeln erklangen auch in OWL

Joachim Goeres

Hannover/Bielefeld. „Etwas Unerhörtes bis dahin": Ein passender Titel für die gerade eröffnete Ausstellung über Orgeln in Synagogen, die ab sofort in der Villa Seligmann in Hannover zu sehen ist. Instrumentalmusik war im jüdischen Gottesdienst tabu – bis der Landrabbiner Israel Jacobson in der Synagoge Seesen im Harz 1810 eine Orgel aufstellen ließ. Jacobson löste mit der ersten Orgel in einer deutschen Synagoge den so genannten Orgelstreit aus. Orthodoxe Juden sprachen von einem christlichen Instrument, das die Synagogenbesucher nur ablenke und die Andacht störe...

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