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"Parasite"-Regisseur Bong Joon-ho spielt mit zwei der vier Oscars, die es für seinen Film gab. - © Picture Alliance
"Parasite"-Regisseur Bong Joon-ho spielt mit zwei der vier Oscars, die es für seinen Film gab. | © Picture Alliance

Kommentar Oscarwähler ziehen nach Eklat den Karren aus dem Dreck

Mit dem überraschenden Sieg der südkoreanischen Antikapitalimus-Satire "Parasite" bügeln die Oscars den Eklat um die diesjährigen Nominierungen wieder aus. Joker geht zum Glück (fast) leer aus.

Jan-Henrik Gerdener
10.02.2020 | Stand 11.02.2020, 05:45 Uhr |

Los Angeles. Es deutete schon alles auf eine massive Katastrophe hin. Schon die Nominierungen für die diesjährigen Oscars sorgten für einen Eklat. Trotz massiver Kritik in den vergangenen Jahren sah der Wahlzettel für die 92. Oscarverleihung wieder sehr weiß und sehr männlich aus. Zudem hatte es mit "Joker" irgendwie ein zweistündiges Youtube-Fanvideo geschafft, die meisten Nominierungen einzuheimsen. Es sah beinahe so aus, als drohe eine Wiederholung der Oscars 2019 - mit all ihren bizarren Entscheidungen wie einem Bester-Film-Oscar für "Green Book". Doch die Wähler haben dies in letzter Sekunde mit einer bahnbrechenden, neuen Strategie abgewendet: tatsächlich einmal die besten Filme auszuzeichnen.

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