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Eine Säule, in die Asche von Auschwitzopfern eingegossen worden sein soll, steht vor dem Reichstag. - © picture alliance
Eine Säule, in die Asche von Auschwitzopfern eingegossen worden sein soll, steht vor dem Reichstag. | © picture alliance

Mahnung Künstlerkollektiv stellt Asche von Holocaust-Opfern aus

Das Zentrum für Politische Schönheit hat vor dem Reichstag eine Gedenkstätte errichtet. Sie soll mahnen, sich nie wieder mit Faschisten einzulassen.

Andreas Heimann
02.12.2019 | Stand 04.12.2019, 15:44 Uhr

Berlin (dpa). Vor dem Reichtstagsgebäude hat das für seine umstrittenen Aktionen bekannte Künstlerkollektiv „Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) eine sogenannte Gedenkstätte errichtet.

Berlin (dpa). Vor dem Reichtstagsgebäude hat das für seine umstrittenen Aktionen bekannte Künstlerkollektiv „Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) eine sogenannte Gedenkstätte errichtet. Sie steht seit Montagmorgen auf dem Gelände der ehemaligen Krolloper, in der die Reichstagsabgeordneten im März 1933 für das Ermächtigungsgesetz stimmten, eine wichtige Grundlage für die Diktatur der Nationalsozialisten. „Es geht um die letzte deutsche Diktatur und darum, ob sie uns wieder droht", sagte der Aktionskünstler und ZPS-Gründer Philipp Ruch am Montag. Teil der Aktion ist eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe Asche von Opfern der Massenmorde. „Keinen Schritt weiter! Hier begann die letzte deutsche Diktatur" Das „Zentrum für politische Schönheit" ist bereits mehrfach mit Aktionen aufgefallen, die Aufsehen erregt haben. So hatte es beispielsweise im November 2017 eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals in Nachbarschaft des Wohnhauses des AfD-Politikers Björn Höcke im thüringischen Bornhagen aufgestellt. Die Aktion ist bis zum 7. Dezember angemeldet Über der sogenannten Gedenkstätte in der Heinrich-von-Gagern-Straße ist der Schriftzug „Gedenken heißt Kämpfen" zu lesen. Und in Großbuchstaben „Keinen Schritt weiter! Hier begann die letzte deutsche Diktatur". Es brennen Dutzende Kerzen in Grablichtern, in Wassereimern stehen Blumensträuße, darüber hängen zahlreiche Zettel mit Texten wie „Vergesst sie nicht" oder „Gegen politischen Alzheimer in Deutschland". Nach Angaben der Polizei ist die Veranstaltung bis zum 7. Dezember angemeldet. Das Künstlerkollektiv hat allerdings angekündigt, Spenden sammeln zu wollen, um am kommenden Samstag ein Betonfundament für die Säule zu gießen, wenn genügend Geld dafür zusammenkommt.

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