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Steile Karriere: Regisseurin und Autorin Nora Fingscheidt vor einem Plakat zu ihrem Film "Systemsprenger", für den sie lange in Kinderheimen und Kinderpsychiatrien recherchierte. - © picture alliance/dpa
Steile Karriere: Regisseurin und Autorin Nora Fingscheidt vor einem Plakat zu ihrem Film "Systemsprenger", für den sie lange in Kinderheimen und Kinderpsychiatrien recherchierte. | © picture alliance/dpa

Film "Systemsprenger"-Regisseurin Nora Fingscheidt dreht mit Sandra Bullock

Der Netflix-Thriller basiert auf der britischen Miniserie „Unforgiven“.

Anke Groenewold
05.11.2019 | Stand 05.11.2019, 20:45 Uhr

Hamburg. Die 36-jährige Hamburger Regisseurin Nora Fingscheidt dreht ihren nächsten Film mit Sandra Bullock (55). Fingscheidts Debütfilm "Systemsprenger" muss den Hollywood-Star sehr beeindruckt haben. Der bis dato unbetitelte Netflix-Thriller basiert auf der britischen Miniserie „Unforgiven". Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Als Teenager wurde Ruth Slater schuldig gesprochen, zwei Polizisten ermordet zu haben. Hier ist ein Ausschnitt aus der ITV-Produktion aus dem Jahr 2009: Wieder in Freiheit, macht sich Ruth auf die Suche nach ihrer Schwester, die nach dem Vorfall zur Adoption freigegeben worden war. In dem britischen Dreiteiler spielt Suranne Jones ("Doctor Foster", "Gentleman Jack") die Hauptrolle. In der Netflix-Verfilmung wird Sandra Bullock ("Bird Box") die Rolle übernehmen. Mit von der Partie ist die Produktionsfirma von Veronica Ferres, Construction Film - neben GK Film ("Bohemian Rhapsody") und Sandra Bullock selbst. Das Drehbuch schreibt Christopher McQuarrie, der 1996 mit einem Oscar für sein Skript von "Die üblichen Verdächtigen" ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Debütfilm „Systemsprenger" hatte Fingscheidt den Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale gewonnen. Zudem ist der Film über eine unbändige Neunjährige, die durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe fällt, als deutscher Oscar-Kandidat nominiert. Nach Angaben der Filmförderung lockte "Systemsprenger" bislang über 450.000 Besucher in die Kinos.

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