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Eskstatisch: Der Goldregen entzückt die weißen Götter Fricka (Sarah Kuffner, v.l.), Wotan (Frank Dolphin Wong), Donner (Olaf Haye), Froh (Lianghua Gong) und Freia (Melanie Kreuter), am Boden liegen Statisten. Foto: Bettina Stoess - ©Bettina Stoess
Eskstatisch: Der Goldregen entzückt die weißen Götter Fricka (Sarah Kuffner, v.l.), Wotan (Frank Dolphin Wong), Donner (Olaf Haye), Froh (Lianghua Gong) und Freia (Melanie Kreuter), am Boden liegen Statisten. Foto: Bettina Stoess | ©Bettina Stoess

Kultur Bielefelder "Rheingold" reizt zum Nachdenken

Premiere: Mizgin Bilmens radikale Inszenierung hat kleine Minuspunkte. Die Leistung der Philharmoniker ist fulminant

Johannes Vetter
05.03.2018 | Stand 04.03.2018, 18:57 Uhr

Bielefeld. In seinem geistreichen Wagner-Brevier vertritt George Bernhard Shaw die These, Richard Wagner hätte sich das Texten und Komponieren der „Götterdämmerung“ sparen können, denn eigentlich sei die „Ring-Tetralogie“ schon in dem Moment, als Siegfried den Speer Wotans zerbricht, an ihr Ende gekommen. Die Premiere von „Das Rheingold“ im Bielefelder Stadttheater hat diese luzide Sichtweise noch einmal radikalisiert. Wozu brauchen wir noch „Walküre“ und „Siegfried“?, scheint die Inszenierung der jungen Mizgin Bilmen zu fragen. Mit dem „Rheingold“ sei doch schon alles gesagt. Erda, die Erdgöttin: „Alles, was ist, endet. Ein düst’rer Tag dämmert den Göttern.“ Im Hintergrund ein aufquellender Atompilz. Total-Finale.

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