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Kluger Kopf: „Ich habe mir einen bestimmten Ausschnitt aus unserer Gesellschaft oder aus dem Thema Internet ausgesucht", sagt Josefine Rieks über ihren Roman. „Ich hoffe, dass er nicht als Essay missverstanden wird." - © Tim Bruening
Kluger Kopf: „Ich habe mir einen bestimmten Ausschnitt aus unserer Gesellschaft oder aus dem Thema Internet ausgesucht", sagt Josefine Rieks über ihren Roman. „Ich hoffe, dass er nicht als Essay missverstanden wird." | © Tim Bruening

Kultur Josefine Rieks und ihr Roman "Serverland"

Die in Höxter geborene Autorin entwirft eine Zukunft, in der es das Internet nicht mehr gibt und Computer Elektroschrott sind. Ein hintergründiges Buch

Anke Groenewold
22.02.2018 , 07:00 Uhr

Bielefeld. „Ich blieb stundenlang allein und sah mir die Videos an. Ich vergaß alles um mich herum. Dass es so etwas noch gab. Überhaupt, dass es so etwas einmal gegeben hatte." Was bei Reiner, Mitte 20, Nerd und Austräger bei der Deutschen Post, Ehrfurcht auslöst, sind Videos, die er einer still gelegten Serverhalle entdeckt hat. Sie stammen aus der fernen Vergangenheit, als es das Internet noch gab. Das ist schon seit Jahrzehnten abgeschaltet in der Zukunft, die Josefine Rieks in ihrem Debütroman „Serverland" entwirft.