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Stilles Finale: Tänzerin Inês Carijó watet durch eine Stofflandschaft. Foto: Joseph Ruben - ©joseph ruben
Stilles Finale: Tänzerin Inês Carijó watet durch eine Stofflandschaft. Foto: Joseph Ruben | ©joseph ruben

Kultur Tanz ums Tuch

Uraufführung: Im Tanzstück „Hautnah“ des Bielefelder Theaters dreht sich alles um das Thema Stoff. Der multimediale Abend im Tor 6 Theaterhaus verknüpft sinnliche Ästhetik mit Konsumkritik

Heike Krüger Heike Krüger
22.01.2018 | Stand 21.01.2018, 19:38 Uhr

Bielefeld. Ein sprichwörtlicher roter Faden zieht sich durch diesen Tanzabend. Multimedial aufbereitet, umgarnt er das Thema „Stoff“ aus verschiedenen Perspektiven, strickt mal ein sanft-elegisches, dann wieder elektrisierendes, mal klar konturiertes, dann eher symbolhaftes Gesamtbild. Mit seiner Produktion „Hautnah“ weist der Bielefelder Choreograf Simone Sandroni schon im Titel auf das hin, was für die Leinenstadt Bielefeld identitätsstiftend ist – Design, Produktion und die Weiterverarbeitung von Stoffen. Und weil das Produkt Kleidung, das wir alle hautnah tragen, nun mal untrennbar mit dem menschlichen Körper und seinen Besonderheiten verknüpft ist, schaut das Publikum zunächst auf eine Lein(-en)wand mit einer Flatline, die sich als Wollfaden entpuppt.

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