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Patchworkfamilie: Siegfried, der Enkel Wotans, ist verliebt in Wotans Tochter Brünhilde, die eigentlich Siegfrieds Tante ist. - © Foto: Friedrich Luchterhandt
Patchworkfamilie: Siegfried, der Enkel Wotans, ist verliebt in Wotans Tochter Brünhilde, die eigentlich Siegfrieds Tante ist. | © Foto: Friedrich Luchterhandt

Kultur Verstrickungen auf allen Ebenen

Dritter Streich: Gerd Heinz inszeniert den „Siegfried“. Umjubelte Fortsetzung des Mindener „Ringprojekts“ mit einer Nordwestdeutschen Philharmonie in Hochform

Johannes Vetter
11.09.2017 | Stand 10.09.2017, 16:58 Uhr

Die Handlung ist schnell erzählt. Ein junger Spund eher schlichten Gemüts, Vollwaise, schmiedet sich aus den Fragmenten eines zerbrochenen Schwertes ein brandneues Exemplar und zieht in die Welt, um das Fürchten zu lernen, tötet einen Drachen (Fafner) und eignet sich den Nibelungen-Ring an; dann ersticht er seinen Pflegevater Mime und begegnet einem Wanderer, der in Wirklichkeit Wotan, der Chef der germanischen Götterwelt, ist; er zerhaut dessen Speer und leitet damit den Untergang der Götterwelt ein, was er aber nicht weiß.