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Star-Geiger David Garrett. - © FOTO: DPA
Star-Geiger David Garrett. | © FOTO: DPA

Bielefeld David Garrett: "Ich möchte das Beste herausholen"

INTERVIEW: Der Geigen-Virtuose über sein neues Programm und seinen Auftritt in Halle

18.10.2014 | Stand 17.10.2014, 12:50 Uhr

Bielefeld. David Garrett ist wieder auf Tour. "Classic Revolution" hat er seine Tournee betitelt. Erneut setzt der Geigen-Virtuose auf ein Cross-over-Programm, in dem er klassische Musik, Rock und Pop miteinander verbindet. Am Sonntag macht der 34-Jährige auch im Gerry-Weber-Stadion in Halle Station. Oliver Herold hat mit dem Musiker über sein neues Programm, Kritik und das tägliche Üben gesprochen.

Herr Garrett, in wenigen Tagen wird Ihnen zum siebten Mal der Klassik "Echo" verliehen. Wie bedeutend sind solche Auszeichnungen noch für Sie?
DAVID GARRETT: Sehr bedeutend. Je länger man nämlich in der Branche tätig ist, desto schwieriger wird es, einen Preis zu bekommen. Und zwar weil es langfristig eine große Herausforderung ist, die Qualität zu halten und immer wieder neue Ideen zu entwickeln.

Weil Sie die Messlatte für sich selbst hoch setzen?
GARRETT: Ja. Ich glaube, dass der eigene Anspruch der Wichtigste ist. Meine Lebensphilosophie ist, immer das Beste aus mir herauszuholen.

Was Ihnen offensichtlich gelingt. Ob Klassik, Pop, Rock, Crossover - was ist Ihr Erfolgsrezept?
GARRETT:
Harte Arbeit und ein gutes Gespür für das, was funktioniert. Ich muss von dem, was ich mache, zu einhundert Prozent überzeugt sein. Wenn das so ist, kann eigentlich nichts schief laufen.

Wie entstehen die Arrangements für Ihre Songs?
GARRETT:
Die erarbeite ich gemeinsam mit Franck van der Heijden und John Haywood. Viele Ideen entstehen bereits während meiner Tourneen. Im Studio analysieren wir dann die Songs und schauen, wie der Geigenpart umgesetzt werden kann. Das ist nämlich das A und O. Danach kommen die anderen Parts dran, also das Klavier und die Orchestrierung.

Böse Zungen behaupten, David Garrett sei ausschließlich kommerziell orientiert. Ärgert Sie das?
GARRETT:
Für Erfolg und für Qualität muss man immer hart arbeiten. Und wenn Qualität erfolgreich ist, dann ist das doch gut. Ich finde das besser als den romantischen Mythos des Künstlers, der zwar ein Genie ist, aber keinen Erfolg hat.

Wie gehen Sie mit Kritik an Ihrer Person um?
GARRETT:
Kommt drauf an, wer sie äußert. Stammt sie von Menschen, die mir etwas bedeuten und vor denen ich Respekt habe, dann nehme ich sie ernst.

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