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NW-Chefredakteur Thomas Seim (r.) und nw.de-Chefin Sandra Dalk (2.v.r.) mit ihrem Team im Newsroom der Neuen Westfälischen. - © Sarah Jonek
NW-Chefredakteur Thomas Seim (r.) und nw.de-Chefin Sandra Dalk (2.v.r.) mit ihrem Team im Newsroom der Neuen Westfälischen. | © Sarah Jonek

In eigener Sache Wie viel ist Ihnen die Wahrheit wert?

Warum die NW das neue NW+ einführt – und weshalb das auch unseren Kunden nutzt.

Klaus Schrotthofer
03.09.2019 | Stand 04.09.2019, 06:19 Uhr

Bielefeld. Wahrscheinlich ist es Ihnen schon aufgefallen: Vor einigen Beiträgen auf unserem Nachrichtenportal nw.de steht jetzt ein kleines rotes Symbol. NW+ steht darauf, und was es bedeutet, wird schon beim nächsten Klick klar: Wer weiterlesen will, muss einen Tagespass oder, besser noch, ein Abo abschließen. Für unsere Nutzer und auch für uns ist das ein großer Schritt. Über viele Jahre waren die Inhalte auf nw.de in der Regel kostenlos und nw.de hat sich in dieser Zeit zu dem mit Abstand größten regionalen Nachrichtenportal in Ostwestfalen-Lippe entwickelt.

Mehr als 1,8 Millionen Menschen nutzen monatlich dieses Angebot, informieren sich über das aktuelle Geschehen in der Welt und in ihrer Region, finden Freizeit-Tipps oder Verkehrsmeldungen, freuen sich über unterhaltsame Geschichten ebenso wie über anspruchsvolle Analysen oder ärgern sich – auch das kommt vor – über Meinungsbeiträge unserer Redaktion.

Immer mehr Menschen nutzen digitale Kanäle

Mehr als 130 fest angestellte Redakteurinnen und Redakteure arbeiten täglich für dieses Angebot, Tausende freie Mitarbeiter liefern Beiträge aus jedem Winkel Ostwestfalen-Lippes, dazu kommen die Berichte unserer Korrespondenten und natürlich die Texte und Bilder unserer Nachrichtenagenturen. Technik-Spezialisten sorgen dafür, dass die Nachrichten den Weg zu ihren Empfängern finden, Verlagskaufleute organisieren einen funktionierenden Betrieb, unser Medienhaus bezahlt pünktlich Gehälter für eine Vielzahl qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu selbstverständlich Steuern und Sozialabgaben (– im Unterschied übrigens zu Google, Facebook & Co). Das alles kostet – Geld.

Redakteurin Angela Wiese im Newsroom der Neuen Westfälischen. - © Sarah Jonek
Redakteurin Angela Wiese im Newsroom der Neuen Westfälischen. | © Sarah Jonek

Bisher haben Medienhäuser wie die NW dieses Geld vor allem mit der gedruckten Tageszeitung verdient. Abogebühren und Werbeanzeigen haben unsere Arbeit finanziert. Doch immer mehr Menschen nutzen inzwischen digitale Kanäle, um sich zu informieren. Wir freuen uns darüber und sind stolz auf die enorme Reichweite von nw.de. Wir haben die Inhalte ständig verbessert und unsere Organisation grundlegend verändert, um an sieben Tagen der Woche von morgens bis spätabends aktuelle Informationen liefern zu können. Damit ist selbstredend ein hoher Aufwand verbunden – und dieser Aufwand ist nicht zu leisten, wenn das Angebot von nw.de dauerhaft kostenlos bliebe.

Das Angebot von nw.de wird künftig etwas kosten

Blick in den Newsroom der Neuen Westfälischen. - © Sarah Jonek
Blick in den Newsroom der Neuen Westfälischen. | © Sarah Jonek

Es gibt Menschen, die den Zugang zu seriösen Informationen für ebenso wichtig halten wie eine gesunde Ernährung oder Mobilität. Wir teilen diese Meinung. Aber kennen Sie einen Bauern, der seine Milch verschenkt, oder einen Supermarkt ohne Kasse? Verteilt die Bahn Gratis-Tickets oder eine Tankstelle kostenlos Benzin? Deshalb wird auch das Angebot von nw.de künftig etwas kosten. 9,90 Euro für das Monatsabo sind weniger als ein Cappuccino pro Woche, für Abonnenten der gedruckten NW oder des ePaper ist nw.de sogar noch günstiger. Wir bieten Ihnen einen kostenlosen Testmonat an und sehr preiswerte Einstiegsangebote, falls Sie uns noch länger testen wollen. So oder so: Wer einen mit NW+ gekennzeichneten Artikel oder mehr als zehn freie Artikel im Monat lesen will, den bitten wir um einen fairen Beitrag.

Geprüfte Informationen, seriöse Quellen

Und was bekommen Sie dafür? Ja, natürlich: Informationen aus nah und fern, wichtige und überraschende, mal mehr, mal weniger spannende, stets aber – geprüfte, aus seriösen Quellen, gründlich recherchiert und sauber aufbereitet für unsere Leserinnen und Leser in Ostwestfalen-Lippe. Denn genau das unterscheidet uns von den ungezählten und häufig ungeprüften Informationsquellen im Netz: Unser Angebot wird von Menschen gemacht, in Bielefeld, Paderborn, Gütersloh, Herford, Lübbecke oder Höxter, in Düsseldorf, Berlin oder Washington – von Menschen, die gewiss nicht fehlerfrei sind, die aber ein Anspruch verbindet: Unseren Kunden täglich nichts weniger als die Wirklichkeit zu vermitteln, so wahrhaftig und so objektiv wie irgend möglich. Diese Arbeit, davon sind wir fest überzeugt, ist in einer freien Gesellschaft unersetzlich, und sie hat einen Wert, der über die Information selbst hinausreicht. Und genau deshalb hat sie einen Preis verdient.

Klaus Schrotthofer ist Geschäftsführer und Herausgeber der Neuen Westfälischen.

Links zum Thema
Alle wichtigen Fragen und Antworten zum neuen Digitalangebot der Neuen Westfälischen

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