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Der Branchenverband Bitkom sieht in der Blockchain-Technologie große Zukunftschancen für die deutsche Wirtschaft. | © Foto: Matthias Balk

Einfachere Geschäftsprozesse Bitkom-Studie: Deutschland bei Blockchain nur Mittelmaß

Berlin - Bei Banken oder in der Logistikbranche wird der noch jungen Blockchain-Technologie enormes Potenzial zugesprochen. Doch im internationalen Vergleich sieht jedes zweite Unternehmen hierzulande Deutschland dabei als Nachzügler, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom ergab.

Dabei könne die Blockchain-Technologie «viele bisher gängige Verfahren völlig auf den Kopf stellen», sagte Bitkom-Präsident Achim Berg beim Technologie-Festival hub.berlin.

«Bei der Blockchain befinden wir uns aktuell in einer Experimentier-Phase, es fehlt noch an einem breiten Angebot wirklich alltagstauglicher Lösungen», betonte Berg. Dennoch sollten Unternehmen «unbedingt heute bereits bei Forschung und Entwicklung vorne mit dabei sein».

Blockchains sind spezielle Datenbanken, die Transaktionsdaten ohne eine zentrale Kontrollinstanz mit absoluter Transparenz verwalten können. Die Digitalwährung Bitcoin zählt zu den bekanntesten Nutzungsformen. Dabei wird bei einer Finanztransaktion ein virtuelles Logbuch angelegt, bei dem jeder einzelne Schritt kryptografisch gesichert wird und damit fälschungssicher ist.

In vielen Geschäftsbereichen könnten Geschäftsprozesse damit sicher und viel einfacher, ganz ohne Zwischenstellen, neu gestaltet werden. Das sieht mit 87 Prozent auch die überwiegende Mehrheit der in der repräsentativen Studie des Bitkom befragte Unternehmensvertreter als größten Vorteil. In der Finanzbranche ermöglicht die Blockchain etwa Transaktionen ohne Banken. In der Logistik könnte sie für einen lückenlosen Nachweis beim Transport von Waren sorgen.

Der Bitkom-Präsident begrüßte, dass die Bundesregierung eine eigene Blockchain-Strategie angekündigt hat. «Das ist ein wichtiges Signal.» Blockchain sei neben dem Thema Künstliche Intelligenz eine der spannendsten Entwicklungen. Dennoch müssen Deutschland bei der Entwicklung eine weltweite Spitzenstellung anstreben, fordert Berg. Dort habe niemand aus der Studie die deutsche Wirtschaft in internationalen Vergleich verortet.

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