Eine Frage der Finanzen Rainhard Fendrich: Privatsphäre kaufe ich mir mit Geld

Rainhard Fendrich - © Foto: Herbert Pfarrhofer
Der österreichische Musiker Rainhard Fendrich spricht über Geld und Freiheit. | © Foto: Herbert Pfarrhofer

Berlin - Der österreichische Liedermacher Rainhard Fendrich (63, «Macho, Macho»)) muss sich seine Intimsphäre laut eigener Aussage teuer erkaufen. «Ich habe einen Wohnsitz, der vollkommen uneinsichtig ist. Mit großen Hecken drum herum», sagte Fendrich der «Süddeutschen Zeitung» vom Freitag.

«Ich habe die finanziellen Möglichkeiten, mir ein Grundstück kaufen zu können, das sehr groß ist, um alleine sein zu können. Ich kaufe mir mit meinem Geld etwas, was ich früher hatte: Privatheit.» Insofern bedeute Geld für ihn Freiheit, erklärte der Sänger.

«Wenn Sie auf eine Bühne und damit an die Öffentlichkeit gehen, dann legen Sie den Mantel der Anonymität ab. Was das wirklich heißt, merken Sie erst viel später», sagte Fendrich. Im Winter etwa würde er gerne einmal unbemerkt über einen Weihnachtsmarkt schlendern - «aber da kann ich die Mütze noch so tief ins Gesicht ziehen, irgendwann quatscht mich einer an, und es ist vorbei.»

Als junger Mann habe er sein Geld für ganz andere Dinge ausgegeben als heute, erklärte Fendrich, der gerade mit seinem neuen Album «Für immer a Wiener» auf Tour ist. «Nach meinen ersten Plattenverkäufen wollte ich unbedingt ein Mercedes Cabrio haben. Dann bin ich draufgekommen, dass der Kofferraum recht klein ist, man nicht gut lange Strecken damit fahren kann», sagte der Musiker. «Und dann bin ich im Stau gestanden, es begann zu regnen, und ich habe das verfluchte Dach nicht zugekriegt. Ich bin richtig nass geworden. Um mich herum haben mich alle erkannt und mich ausgelacht.»

Links zum Thema
Interview

Copyright © Neue Westfälische 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group