0
Markant: Das G-Gebäude auf dem Areal Riemekestraße 160. Auf der Fläche kann nun ein zweiter Technologiepark entstehen. - © Holger Kosbab
Markant: Das G-Gebäude auf dem Areal Riemekestraße 160. Auf der Fläche kann nun ein zweiter Technologiepark entstehen. | © Holger Kosbab

Paderborn Zweiter Technologiepark wird im Riemekeviertel entstehen

Im Rat stimmen nur zwei Fraktionen für den 4,7 Millionen Euro teuren Ankauf des Grundstücks im Westen der Stadt. Alle anderen sind sich beim Grund der Ablehnung einig

Holger Kosbab
28.09.2018 | Stand 28.09.2018, 16:54 Uhr

Paderborn. Die Stadt Paderborn kann den Technologiepark-Ableger am westlichen Rand des Riemekeviertels planen. Am Donnerstagabend gab es im Stadtrat ganz knapp grünes Licht für den 4,7-Millionen-Euro-Ankauf des Areals an der Riemekestraße 160.

Lediglich CDU und LKR stimmten für die dafür notwendige Haushaltsänderung für das laufende Jahr. Alle anderen Fraktionen waren dagegen. Dies bedeutete am Ende 33 Ja- und 30 Nein-Stimmen.

Bürgermeister Michael Dreier hatte zuvor nochmals für den Ankauf geworben. Es gebe zahlreiche Unternehmen, die in Paderborn dringend Gewerbeflächen benötigen würden. Obwohl der Technologiepark im Süden der Stadt so gut wie voll ist, war der Ankauf im Juli vom Rat erst einmal auf Eis gelegt worden. Entfacht hatte sich die Kritik wie auch jetzt am Kaufpreis.

Diskussion um den Kaufpreis

Außer von der CDU und LKR wurde der Preis für das 120.000 Quadratmeter große Gelände am südlichen Ende des Heinz-Nixdorf-Rings – das sogenannte G-Gebäude samt Park- und Grünflächen – reihum als zu hoch bewertet. Reinhard Borgmeier (Linksfraktion/Offene Liste) erkannte hier „noch Spielraum".

Ähnlich sah es Petra Tebbe (Grüne), zugleich wissend, dass der Technologiepark Ausweichflächen brauche und der Standort auch passe. „Es ist wirklich zu teuer", meinte Franz-Josef Henze (SPD): „Es wird sehr schwer, die Investitionen wieder herein zu bekommen."

Auch Hartmut Hüttemann (FBI Freie Wähler) glaubt nicht, dass die Ankaufkosten von 4,7 Millionen Euro wieder eingespielt würden. Alexander Senn (FDP) brachte neben dem „zu hohen Preis" ins Spiel, dass es auch seitens eines Unternehmens Interesse am Kauf des Geländes gegeben habe.

Markus Mertens (CDU) plädierte für den Ankauf, es sei wichtig, Gewerbeflächen zu gewinnen. „Wir brauchen diese Flächen dringender denn je." Unterstützung bekam die CDU von Johannes-Willi Knaup (LKR): „Der Kaufpreis ist sicher nicht zu hoch."

Links zum Thema
Platz für zweiten Technologiepark in Paderborn

Smartes Parkhaus schafft mehr Platz im Technologiepark

Millionen-Neubau im Paderborner Technologiepark

Paderborner Erfolgsgeschichten beginnen im Technologiepark

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken