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Für die Grundschulstandort in Thüle bevorzugt die Verwaltung einen Anbau.  - © Andreas Götte
Für die Grundschulstandort in Thüle bevorzugt die Verwaltung einen Anbau.  | © Andreas Götte

Salzkotten Offenes Ganztagsangebot in Salzkotten-Thüle braucht Räume

Thüler Verwaltung und Politik sprechen sich für Anbau aus. Warum ein Dachgeschossausbau schwierig ist.

Andreas Götte
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 12:34 Uhr

Salzkotten-Thüle. Ein offenes Ganztagsangebot am Schulstandort in Thüle wünschen sich rund 40 Eltern. Doch zur Umsetzung werden entsprechende Räumlichkeiten benötigt. Mit dem Ausbau des Dachgeschosses und dem Anbau an die Grundschule stellte die Verwaltung im Schul-, Familien- und Sozialausschuss zwei bereits durchgerechnete Varianten vor.

Salzkotten-Thüle. Ein offenes Ganztagsangebot am Schulstandort in Thüle wünschen sich rund 40 Eltern. Doch zur Umsetzung werden entsprechende Räumlichkeiten benötigt. Mit dem Ausbau des Dachgeschosses und dem Anbau an die Grundschule stellte die Verwaltung im Schul-, Familien- und Sozialausschuss zwei bereits durchgerechnete Varianten vor. Dabei spricht sich die Verwaltung deutlich für einen Anbau aus, der im Vergleich zur anderen Variante (161 Quadratmeter) eine Nutzfläche von 403 Quadratmeter verspricht. Zudem wird bei der Ausbauvariante das aus dem Jahr 1958 stammende Gebäude nicht durch eine äußere Stahltreppe als zweiten Rettungsweg über zwei Etagen verunstaltet und die Umsetzung ist deutlich praktikabler. Bei den Ausbauplänen soll zunächst das bestehende Kellergeschoss komplett kernsaniert und für die OGS genutzt werden. Der von Jugendlichen genutzte Raum fällt weg, entsteht in größerer Form an der westlichen Seite und bekommt zusätzlich Toilettenanlagen. „Wir haben ausreichend Tageslicht" Im Erdgeschoss sollen ein 60 und ein 28 Quadratmeter großer multifunktionaler Raum entstehen, die durch eine Faltwand getrennt werden können. Ähnlich sieht es im Obergeschoss aus. Dort ist auch an einen Büroraum gedacht. „Wir haben ausreichend Tageslicht. Das Gebäude wird etwas länger und wir bekommen eine elegantere Fluchttreppe", so Stadtentwicklungs-Fachbereichsleiter Ludwig Bewermeier. Für die erste Baustufe sind 584.025 Euro im Haushalt 2020 veranschlagt. In der zweiten Baustufe kommen noch mal 146.000 Euro hinzu. Bei Bedarf könnte in einer dritten Baustufe außen ein behindertengerechter Aufzug für 98.000 Euro eingebaut werden. Die Kernsanierung des Kellers soll vor den Sommerferien abgeschlossen sein. Dann beginnen die Anbau-Arbeiten. Multifunktionaler Raum lange gewünscht Diese Variante erntete überwiegend Zustimmung bei den Ausschussmitgliedern. „Die Bedürfnisse aller Nutzergruppen werden gut berücksichtigt. Ein multifunktionaler Raum wird seit längerem gewünscht", so Maria-Theresia Strunz (CDU). Zudem bleibe der Charme der Schule erhalten. Auch Ulrike Weißenborn (SPD) sprach sich für den Anbau aus. Die andere Variante sei aus Arbeitsschutzgründen nicht zulässig. Zwei Anregungen von Christoph Sonntag (FDP) fanden bei der Verwaltung keinen Anklang. Das alte Dach gegen ein Neues auszutauschen, sei aus Geldgründen und Gründen der Stabilität und der Dachneigung ein Problem. Und ein Anbau für den in der Schule untergebrachten Spielmannszug und den Musikverein mit einer Entschädigung hält die Verwaltung unter anderem wegen der Nutzungsverträge für schwierig. So ein Vorgehen würde für reichlich Gesprächsstoff in Thüle sorgen, vermutet Bewermeier. Die von Petra Hundt (Bündnis 90/Die Grünen) ins Spiel gebrachten ovalen oder runden architektonischen Alternativen fanden bei der Verwaltung aus Kostengründen keine Zustimmung. Die bevorzugte Variante wird jetzt in den Fraktionen besprochen und auch der Schulkonferenz und dem Betreuungsverein in Thüle vorgestellt. Zur nächsten Ausschusssitzung sollen Schulvertreter zum Thema gehört werden.

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