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Renovierungsbedarf: So wie die Rettungswache Salzkotten sind noch viele weitere im Kreis Paderborn nicht mehr auf dem neusten Stand. - © Moritz Jülich
Renovierungsbedarf: So wie die Rettungswache Salzkotten sind noch viele weitere im Kreis Paderborn nicht mehr auf dem neusten Stand. | © Moritz Jülich

Kreis Paderborn Rettungswachen im Kreis Paderborn sind "in die Jahre gekommen"

Frischer Beton: Vier neue Gebäude für die Rettungsdienste sollen im Kreis entstehen

Moritz Jülich
27.08.2019 | Stand 27.08.2019, 17:00 Uhr

Paderborn. Seit Jahren haben die Rettungswachen im Kreis Paderborn ihren Sanierungsbedarf zurückgestellt. Nachdem im Mai diesen Jahres bereits der Neubau des Bürener Standorts für 2,5 Millionen Euro abgeschlossen wurde, könnte nun Bewegung in die Budget-Planung für weitere Wachen kommen. Denn die CDU-Kreistagsfraktion setzt sich für Gelder zur Rettungswachensanierung im Kreishaushalt 2020 ein. Von den im Kreis vorhandenen zehn Wachen sind die Standorte Salzkotten, Lichtenau, Bad Lippspringe und Delbrück am stärksten betroffen. Laut der Kreisverwaltung sind, auf Anfrage im Sozial- und Gesundheitsausschuss im Mai dieses Jahres, die Mehrzahl der Rettungswachen des Kreises "in die Jahre gekommen". Trotzdem soll auch Rücksicht auf den Schuldenabbau des Kreises genommen werden. Nur in den beiden Wachen in Fürstenberg und Borchen bestehe kein Handlungsbedarf. Die Gründe für die Sanierung der einzelnen Gebäude sind laut Kreisverwaltung unterschiedlich. In Salzkotten (Baujahr 1982, am Krankenhaus) herrsche dringender Raumbedarf, so fehle der nötige Platz für die Fahrzeugwartung sowie für Ruhe- und Weiterbildungsräume. Deshalb wurde bereits im vergangenen Jahr ein Bürocontainer aufgestellt. Geplant sei ein Neubau, für den die Stadt schon ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum St. Josefskrankenhaus gefunden haben soll. Nur die Bewilligung der Gelder stehe noch aus, dann könnte schön nächstes Jahr mit dem Bau begonnen werden. Auch den Standort Bad Lippspringe (Baujahr 1996) plagen ähnliche Probleme, die voraussichtlich zusammen mit einer Vergrößerung der Karl-Hansen-Klinik gelöst werden sollen. Feuerwehren haben immer größeren Raumbedarf In Delbrück (Baujahr 1982) sei laut der Kreisverwaltung ebenfalls ein Neubau geplant, da die Feuerwache, mit der sich die Rettungssanitäter ein Gebäude teilen, expandieren müsse. Dabei falle der Raum für die Rettungswache komplett weg und ein neuer Standort muss her. Auch die Polizei, die ebenfalls mit im Gebäude sitzt, müsse weichen. Doch ein Investor sei noch nicht gefunden, ohne den der Bau nicht beginnen könne. Lichtenaus Rettungswache (Baujahr 1981) habe ähnliche Probleme, dort brauche die Feuerwehr, die im selben Gebäude sitzt, dringend mehr Raum auf Kosten des Rettungsdiensts. Die Lösung soll auch hier ein Neubau werden. Die CDU-Kreistagsfraktion plant, den Antrag zur Bewilligung der nötigen Gelder in der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am Donnerstag, 29. August, einzubringen und damit bis zur folgenden Sitzung am 4. November die Planung anzuschieben. Wichtig ist laut Kreis-Pressesprecherin Michaela Pitz, dass die alten Rettungswachen bis zum Abschluss von Neubauten in jedem Fall in Betrieb bleiben. Engpässe in der Notfallversorgung seien daher nicht zu erwarten.

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