Auf der Ladefläche: Patrick und Dejan nahmen das Angebot an, ein paar Kilometer auf einem Pick-Up mitzufahren. Die Kilometer haben sie aus ihrer Statistik herausgerechnet. - © privat
Auf der Ladefläche: Patrick und Dejan nahmen das Angebot an, ein paar Kilometer auf einem Pick-Up mitzufahren. Die Kilometer haben sie aus ihrer Statistik herausgerechnet. | © privat

Salzkotten Highway-Hölle: Tretroller-Piloten steigen in Texas aufs Auto um

Bei der Tour von Küste zu Küste in Nordamerika verlassen Patrick Oswald und Dejan Kovacevic den Staat Texas aus Sicherheitsgründen mit dem Auto

Salzkotten. Mittlerweile schreiben Patrick Oswald aus Salzkotten und sein Kumpel Dejan Kovacevic aus dem hessischen Kleingladenbach Tag 15 bei ihrer Tretroller-Tour von Küste zu Küste. Allerdings sind die zwei nun an einem Punkt angekommen, an dem dann doch die Vernunft über die Abenteuerlust gesiegt hat. Denn der Bundesstaat Texas wird auch später einmal in der Rückbetrachtung nicht der Staat sein, mit dem die beiden Ausdauersportler Freundschaft geschlossen haben. Mit den Menschen dort schon, aber mit allen anderen Dingen eher nicht. Texas ist nur sehr dünn besiedelt und die wenigen Ortschaften liegen sehr weit auseinander. Auf den Highways ohne Standspur sind unglaubliche XXL-Lastwagen unterwegs, die vor allem am Abend ein großes Gefahrenpotenzial darstellen. „In den letzten Tagen ist die Angst sprichwörtlich mitgefahren und es ist nahezu aussichtslos, mit einem Tretroller auf diesen Straßen die eigene Sicherheit zu garantieren", sagt Patrick. Auf vier Rädern raus aus Texas So haben sich die zwei entschieden, Texas nun auf schnellstem Wege zu verlassen. Und zwar irgendwie mit einem Auto mit dem Ziel El Paso. Die Entscheidung ist den beiden nicht leicht gefallen und die Stimmung war deshalb auch auf einem Tiefpunkt, aber die Sicherheit hat nun einmal Vorrang. Ohnehin müssen Patrick und Dejan keinem mehr beweisen, dass sie nicht davor zurückschrecken, Distanzen laufend oder tretend in Angriff zu nehmen, die einfach schier unvorstellbar sind. Das zeigen auch die Rückmeldungen, die sie in den sozialen Netzwerken erhalten. Und auch die Spendenaktion nimmt langsam Fahrt auf. Denn Patrick und Dejan sind in Nordamerika für den guten Zweck unterwegs. Sie sammeln Spenden für den Frankfurter Verein „Hilfe für Krebskranke Kinder". Stand jetzt sind schon 1.835 Euro auf dem Konto und das gesteckte Ziel von 2.500 Euro rückt näher. Wer sich an der guten Sache beteiligen will, kann dies über den facebook-Auftritt von Patrick tun. Dort gibt es den entsprechenden Spenden-Button. Oder man spendet direkt über die Sparkasse Frankfurt unter dem Stichwort „Rollerherz" an den Verein. Ab El Paso werden sich die zwei dann wieder auf ihren Tretroller schwingen, denn die Tour Richtung L.A. geht noch mit vielen Kilometern weiter. Und es wird sehr viel hügeliger. Etappen bis spät in die Nacht mit bis zu 20 Stunden wird es aber nicht mehr geben. Davon gab es aber gerade zu Beginn schon mehr als genug.

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