Mit der Veränderung einer Dauerrechtsverordnung reagiert der Salzkottener Stadtrat auf die Klage von Verdi gegen verkaufsoffene Sonntag - Symbolbild. - © picture alliance/dpa
Mit der Veränderung einer Dauerrechtsverordnung reagiert der Salzkottener Stadtrat auf die Klage von Verdi gegen verkaufsoffene Sonntag - Symbolbild. | © picture alliance/dpa

Salzkotten Verkaufsoffen: So reagiert der Salzkottener Rat auf Verdi-Klage

Laut Bürgermeister Ulrich Berger brauchen die Einzelhändler die beiden verkaufsoffenen Sonntage

Andreas Götte

Salzkotten. Auf die Klage der Gewerkschaft Verdi gegen den verkaufsoffenen Sonntag zum nächsten Martinifest im November hat der Sälzer Stadtrat am Mittwochabend reagiert. Mit einem einstimmigen Votum hat das Gremium die aus dem Jahr 2011 stammende Dauerrechtsverordnung außer Kraft gesetzt. Damit erhoffen sich die Sälzer den Wegfall des Klagegrunds. Stattdessen tritt jeweils eine Einzelrechtsverordnung für den Martini-Markt und die Adventsaktion im Dezember in Kraft. Sie soll einen Kompromiss beinhalten, der die verkaufsoffenen Sonntage zu Martini und zur Adventsaktion im Dezember räumlich auf die Veranstaltung begrenzt. Bis zum Sälzerfest im nächsten Frühjahr soll es dann eine neue Dauerrechtsverordnung geben. Überfallartiges Vorgehen der Gewerkschaft Laut Bürgermeister Ulrich Berger brauchen die Einzelhändler die beiden verkaufsoffenen Sonntage. „Die Gewerkschaft möchte nur geltendes Recht umsetzen. Leider habe sie mich vor der Klage nicht gewarnt", so Berger. Dieses „überfallartige Vorgehen" bemängelte Christoph Sonntag von der FDP. Durch den grassierenden Online-Handel gebe es im Einzelhandel immer weniger Arbeitsplätze, gerade auch im Bereich der Logistik. Norbert Menke (CDU) sprach von „dem einzigen richtigen Weg". Seit einer Änderung im März stehen Einzelhändlern in Nordrhein-Westfalen acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr zu. Den Sälzer Geschäftsleuten reichen nach Angaben der Verwaltung vier aus.

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