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Salzkotten Einblicke in das klösterliche Leben

Salzkottener Franziskanerinnen stellten sich Interessierten vor

17.05.2014 | Stand 16.05.2014, 18:59 Uhr
Beim Tag der offenen Klöster kamen Schwestern und Besucher ins Gespräch. - © FOTO: HELMUT STEINES
Beim Tag der offenen Klöster kamen Schwestern und Besucher ins Gespräch. | © FOTO: HELMUT STEINES

Salzkotten (hs). Gemäß ihrem Wahlspruch "Geborgen im Glauben - nah bei den Menschen" gaben die Franziskanerinnen am Tag der offenen Klöster der einen Einblick in ihr klösterliches Leben und Wirken.

In Olpe wurde 1860 der Grundstein für die franziskanische Gemeinschaft gelegt. Noch im gleichen Jahr genehmigte Bischof Konrad Martin die von Clara Pfänder erarbeiteten Konstitution und gab der neuen Ordensgemeinschaft den Namen "Schwestern des heiligen Franziskus, Töchter der heiligen Herzen Jesu und Mariä". Da es in Olpe schon eine Ordensgemeinschaft gab, wurde mit bischöflicher Zustimmung das Mutterhaus nach Salzkotten verlegt.

Dass die Kongregation schon nach zehn Jahren international wurde, bewirkte der Kulturkampf. Unter dem Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche um 1870, hatte auch die Kongregation der Franziskanerinnen von Salzkotten, besonders aber ihre Gründerin, stark zu leiden. Sie mussten sich aufgrund der neuen Gesetze aus Schulen, Internaten und Waisenhäusern zurückziehen, nicht einmal mehr in Kindergärten und Nähschulen durften die Schwestern tätig sein.

Daraus ergab sich, dass die Gründerin und Generaloberin Mutter M. Clara Pfänder für ihre vielen Ordensschwestern neue Betätigungsfelder suchte. Niederlassungen entstanden in Frankreich, der Niederlande und USA, wo es hauptsächlich um die Krankenpflege ging. Zur weltweiten Kongregation gehören heute fünf Ordensprovinzen: Deutschland und die Missionen in Malawi, Ostafrika und Rumänien, Vereinigte Staaten von Amerika, Frankreich, die Niederlande und Indonesien mit Osttimor. Außerdem besteht eine Region in Brasilien.

Wie das alles im Detail aussieht und funktioniert, war bei den stündlichen Hausführungen beim Tag des offenen Klosters zu hören und sehen. Im "Erzähl-Cafe" gab es die Möglichkeit der Begegnung und des Gespräches mit den Schwestern. Anbetung zur vollen Stunde für zehn Minuten auf der Empore der Kirche. Über den ganzen Tag informierte eine Power-Point-Präsentation aus dem Leben und Wirken des Ordens. Es gab Informationen zu verschiedenen Formen, die franziskanische Spiritualität in und mit der Gemeinschaft zu leben: als Ordensfrau, Koinonia-Mitglied oder Missionarin auf Zeit. Zwischendurch waren gemeinsames Singen und Musizieren und im Mutterhausgarten meditativer Sonnengesang angesagt. Auch konnte man sich dort zum Schreibgespräch zu Texten der Bibel, von Franziskus oder Mutter M. Clara Pfänder zurückziehen. Zwischendurch gab es auch Gelegenheit, sich ein wenig bei Kaffee und Kuchen, oder einer kräftigen Suppe zu stärken. Abschluss dann mit einer feierlichen Vesper.

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