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Take-it-local-Geschäftsführer Michael Padelt. - © FOTO: RALPH MEYER
Take-it-local-Geschäftsführer Michael Padelt. | © FOTO: RALPH MEYER
Salzkotten

Fußgängerzone im Internet

Fashionportal Take-it-local will örtlichen Einzelhandel stärken

16.03.2014 , 11:13 Uhr

Salzkotten. Seit Jahren beeinträchtigt der Internethandel den örtlichen Einzelhandel. Allein in Paderborn fließen Jahr für Jahr mehr als 40 Millionen Euro in die Kassen der großen Versender, und das Paket hat längst die Shoppingtüte abgelöst. Die Take-it-local GmbH aus Salzkotten will den Spieß jetzt umdrehen und die örtliche Fußgängerzone ins Internet stellen.

Die an sich ganz einfache Geschäftsidee von "Take-it-local" kombiniert die Vorzüge von Online- und stationärem Handel und holt die Kunden zurück in die Geschäfte, berichtet Geschäftsführer Michael Padelt, der zu den Entwicklern des Fashionportals gehört.

Und Padelt ist überzeugt, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Zwar informieren sich immer mehr Kunden von zu Hause im Netz über aktuelle Mode und Verfügbarkeit. Doch künftige Rücksendekosten, Ärger mit der Packstation oder langes Anstehen an der Post lassen verstärkt Verbraucher umdenken. Sie würden auch gern Kleidung beim örtlichen Fachhändler beziehen und sie im Ladengeschäft abholen, wenn sie wüssten, dass die Artikel vorrätig sind.

Gerade im Modebereich möchten die Kunden Stoffe fühlen, Farben sehen und Schuhe anprobieren - kurzum das sinnliche Erleben beim Einkaufen genießen.

Genau dort setzt Take-it-local an. Im Shopportal sind der Warenbestand und das jeweilige Geschäft mit Bild, Beschreibung und Kartenansicht online verzeichnet. Eine Postleitzahlenfunktion zeigt die Geschäfte, die die gewünschte Ware verfügbar haben, der Entfernung nach an. Natürlich können die Waren auch nach Preis oder Farbe sortiert angezeigt werden.

Das Salzkottener Portal, das seinen Service bundesweit anbietet, sieht sich im Bereich des lokalen Einzelhandels als Pionier, der im Modebereich den stationären Handel und Hersteller mit dem boomenden Onlinehandel kombiniert. "Wir bringen zusätzliche Kunden, die online recherchieren, aber auf eine kompetente Beratung, guten Service und sofortige Warenverfügbarkeit Wert legen. Reine Versender, so genannte Onlinegaragen, schließen die Portalbetreiber von vorne herein aus.

Neben den Einzelhändlern sind auch Hersteller willkommen, die den örtlichen Handel stärken wollen. Durch eine Kooperation können sie die Produktdarstellung beeinflussen und profitieren so von einer optimalen Darstellung der Marke.

Mit dem Bademodenhersteller Beco Beermann aus Bad Salzuflen haben die Salzkottener Handelsförderer bereits einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ebenfalls im Fokus stehen die Einkaufsverbände.

Für die Händler erfreulich: Für sie gibt es für die Bereitstellung des umfangreichen Shopsystems keine Fix- oder Investitionskosten. Erst wenn der Händler das Geld in der Kasse hat, werden 12,5 Prozent des Umsatzes fällig. "Das entspricht den normalen Margen im Handel", betont Padelt.

Hinter der einfach zu bedienenden Shopoberfläche steckt ein ausgeklügeltes und umfangreiches Programm, das dem Einzelhandel eine Vielzahl von Schnittstellen bietet. Die Macher von Take-it-local betonen, dass das Unternehmen kein Start up ist, denn neben Programmierexperten arbeiten dort auch renommierte Verkaufsprofis.

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