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#PassAuf! Bilanz der Aktionswoche Zweiradsicherheit - 144 Verstöße von Radfahrenden festgestellt

12.06.2019 | Stand 12.06.2019, 11:34 Uhr

Kreis Paderborn (ots) - (mh) Mit der Aktionswoche Zweiradsicherheit hat die Kreispolizeibehörde Paderborn in der vergangenen Woche das Verhalten von Fahrrad- und Pedelecfahrern sowie das Verhalten von Autos gegenüber Zweiradfahrern in den Fokus genommen. Bei den stichpunktartigen Kontrollen im Kreisgebiet, an denen auch Fahrradstreifen der Polizei beteiligt waren, wurden 144 Verstöße durch Radfahrende festgestellt. Die Aktionswoche ist Teil des Behördenschwerpunkts #PassAuf!, mit dem die Polizei die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen möchte.

In den meisten Fällen fielen die Radfahrer dadurch auf, dass sie auf dem Gehweg fuhren oder in falscher Richtung unterwegs waren. Die Polizisten setzten hier im Rahmen der Aktionswoche auf eine Mischung aus verkehrserzieherischem Gespräch und einer Ahndung des Verkehrsverstoßes. Weiterhin kontrollierten die Polizistinnen und Polizisten Radfahrer, weil diese während der Fahrt durch ein Smartphone abgelenkt waren oder die Straße trotz roter Ampel überquerten. Das Bußgeld liegt für die Benutzung des Handys bei 55 und für die Überquerung der Straße bei Rot bei 60 Euro.

Neben dem Verhalten der Radfahrer, kontrollierte die Polizei auch das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer. 29 Autofahrer missachteten die Vorfahrt oder parkten auf dem Radweg. Ebenso erwischte die Polizei Autofahrer, die während der Fahrt ihr Handy nutzten und somit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten. Das Bußgeld liegt bei 100 Euro. Dazu gibt es einen Punkt in Flensburg. Weitere PKW-Fahrer missachteten rote Ampeln. Zu dem Bußgeld von 90 Euro kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Hingewiesen hat die Polizei im Rahmen der Aktionswoche auch auf den Fahrradpass. Diesen gibt es kostenlos in Papierform bei der Polizei sowie in digitaler Form ebenso kostenlos über den App-Store oder den Play-Store zum Download. Marke, Typ, Farbe, individuelle Merkmale und die Rahmennummer des Fahrrads sollten in den Pass eingetragen werden. Es ist zudem ratsam, Bilder vom Fahrrad anzulegen und die Kaufquittung aufzuheben beziehungsweise in der Fahrradpass-App hochzuladen, um die Zuordnung gefundener Fahrräder zu erleichtern. Im Falle eines Diebstahls sind die Daten aus der App schnell an die Polizei oder an die Versicherungen versendbar. Zweiradfahrer besitzen keine Knautschzone, weshalb sie im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Die Polizei rät ihnen dazu, einen Helm zu tragen, um die eigene Sicherheit zu erhöhen. Helle Kleidung macht es anderen Verkehrsteilnehmern zudem leichter, einen Zweiradfahrer auch bei Dämmerung oder Dunkelheit zu erkennen. Funktionierende Beleuchtung und Bremsen sowie Reflektoren und die Einhaltung der Verkehrsregeln sind ohnehin Pflicht. Wer im Straßenverkehr unterwegs ist, sollte die Finger vom Handy lassen. Telefonieren, Simsen oder Texten während der Fahrt erhöht das Unfallrisiko erheblich.

Die Aktionswoche Zweiradsicherheit ist Teil des Behördenschwerpunktes #PassAuf!, mit dem die Kreispolizeibehörde Paderborn durch wöchentliche Schwerpunktkontrollen Verkehrsunfälle, speziell jene mit schwerwiegenden Folgen, bekämpft. Im vergangenen Jahr starben im Kreis Paderborn 12 Menschen im Straßenverkehr. Wie die aktuelle Verkehrsunfallstatistik belegt, waren mehr als die Hälfte der Verkehrstoten Zweiradfahrer. Mehr als ein Viertel der Schwerverletzten im Straßenverkehr waren Radfahrende. Ein sprunghafter Anstieg ist in der Jahresstatistik zudem bei verunglückten Elektroradfahrern zu verzeichnen.

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