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Paderborn "Sportvereine leisten viel Positives"

Hornberger weist auf Paderborner Situation hin

11.10.2013 , 00:31 Uhr

Paderborn. "Über 42.000 Mitglieder in 145 Vereinen bilden eine große Paderborner Sportfamilie. Hier wird in allen Sportbereichen Tolles geleistet. Paderborn hat eine Sportfamilie, die zusammenhält. Hier wird für jeden etwas geboten und immer wieder entstehen zusätzliche und neue Sportangebote", betont Mathias Hornberger, Vorsitzender des Paderborner Stadtsportverbands., und ergänzt: "Als Dachverband sind wir stolz, dass wir so engagierte Sportvereine mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern in unserer Heimatstadt haben". Damit reagiert Hornberger auf die jüngste Veröffentlichung zur Langzeitstudie, die der Paderborner Sportwissenschaftler, Professor Wolf-Dietrich Brettschneider, zusammen mit seinem Potsdammer Kollegen Erin Gerlach vorgelegt hatte.

Darin wird unter anderem festgestellt, dass Vereinssport nicht automatisch dazu führe, dass Jugendliche weniger gewaltbereit seien, weniger zu Übergewicht neigen oder weniger Alkohol trinken würden. Auch als Mittel zur Integration von Migranten sei der Sportverein weitgehend wirkungslos, so die Studie.

Demgegenüber stellt Hornberger fest, dass die Studie auch Positives mit Blick auf die Sportvereine herausgestelle. "Dass Sportvereine nicht die "Reparaturwerkstatt unserer Gesellschaft sein können beziehungsweise sind, ist unstrittig", so Hornberger. Er weist aber auf die zahlreichen Aktivitäten der Paderborner Sportvereine hin, die durchaus positive Auswirkungen in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung, Gewaltprävention und Integration hätten. So beteiligen sich viele Paderborner Sportvereine aktiv an dem Paderborner Bündnis "Kein Alkohol in Kinderhand" oder an der Aktion "Sport alkoholfrei genießen". Ebenfalls seien zahlreiche Auszeichnungen für die integrative Arbeit im Paderborn Sport in den letzten Jahren zu verzeichnen. Durch die neue Kooperation "Wir bewegen alle Kinder im Kreis Paderborn" solle die große Bedeutung der Bewegung im Kindesalter noch weiter in die Öffentlichkeit gebracht werden.

Der Anstieg der Bewegungskindergärten und der bewegungsfreudigen Schulen im Kreis Paderborn untermauere diese Aktivitäten. "Diese Beispiele lassen sich durch viele weitere Aktivitäten in den 145 Vereinen ergänzen. Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich im Paderborner Raum in den kritisierten Bereichen viel Positives getan. Wir müssen natürlich weiter am Ball bleiben, aber diese pauschale Kritik aus der veröffentlichen Studie lässt sich nicht 1 zu 1 auf die aktuellen Paderborner Sportverhältnisse übertragen", ist sich der Vorsitzende des Stadtsportverbandes sicher.

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