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Paderborn Gauck hat Credo-Ausstellung eröffnet

Bundespräsident in Paderborn

26.07.2013 | Stand 26.07.2013, 22:17 Uhr |

Paderborn (dpa). Bundespräsident Joachim Gauck hat an die Europäer appelliert, aus ihrer gemeinsamen Geschichte zu lernen. "Uns verbindet in Europa sehr viel mehr als etwa nur eine gemeinsame Währung", sagte Gauck am Freitag in Paderborn zum Auftakt der Mittelalter-Ausstellung "Credo" über die Christianisierung Europas im Mittelalter. "Uns verbindet eine lange gemeinsame Geschichte." Dabei sei es nicht die Aufgabe, über die Vorfahren zu richten. "Unsere Aufgabe ist es vielmehr, zu lernen und zu begreifen, uns zu informieren und uns inspirieren zu lassen. Wer es besser machen will als unsere Väter und Mütter, als unsere Vorfahren und Ahnen, der fange heute damit an." In drei Museen und mit 800 Ausstellungsstücken zeichnet die Schau ("Credo" - lat.: Ich glaube) mehr als 1.000 Jahre Geschichte nach. Die Zeitspanne reicht von der Verbreitung des christlichen Glaubens im Römischen Reich bis zur Bekehrung des Baltikums. Auch die Schattenseiten der Missionierung werden geschildert. Träger der Ausstellung sind das Erzbistum, die Stadt und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die hatten bereits bei der Karolinger-Ausstellung 1999 und der Canossa-Schau 2006 erfolgreich zusammengearbeitet. Bis zum 3. November werden 150 000 Besucher erwartet.Christianisierung prägt Europa Die Ausstellung zeige, "wie sehr die Christianisierung Europa geprägt hat und neben anderem bis heute prägt", sagte Gauck bei der feierlichen Eröffnung im Dom zu Paderborn einem vorab verbreiteten Text zufolge. "Ich denke an gemeinsame Werte wie die Solidarität mit dem Nächsten und die Achtung vor der Schöpfung." Diese Wurzeln seien bis heute wirkmächtig. Gauck nahm auch Bezug auf Papst Franziskus. "Wenn sich heute ein Papst nach dem Heiligen Franziskus benennt, dann haben wir diese einmalige mittelalterliche Persönlichkeit aus Assisi in Umbrien vor Augen, die von einer Reform der Kirche aus Armut und Demut träumte und die das Lob der Schöpfung singen konnte, wie man es sich aktueller kaum denken kann."

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