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Paderborn Mehr Platz für Wohnmobil-Touristen

Am Rolandsbad sollen für 50.000 Euro 16 bewirtschaftete Stellplätze entstehen

VON HANS-HERMANN IGGES VON HANS-HERMANN IGGES
27.04.2013 | Stand 25.04.2013, 21:28 Uhr
Vor dem Rolandsbad (im Hintergrund) sind 16 Stellplätze für Wohnmobile geplant. - © FOTO: REINHARD ROHLF
Vor dem Rolandsbad (im Hintergrund) sind 16 Stellplätze für Wohnmobile geplant. | © FOTO: REINHARD ROHLF

Paderborn. Wohnmobil-Tourismus wird immer beliebter. Doch wohin mit dem sperrigen Gefährt? Stellplätze mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es zur Zeit in Paderborn nur auf dem Maspernplatz – Höchstparkdauer ein Tag. Nun soll die Stadt auch für Wohnmobilisten attraktiv werden, die länger bleiben wollen. Für sie soll auf dem Parkplatz am Rolandsbad eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden.

Jahre lang wurde beim ASP (Abfallentsorgungsbetrieb Paderborn), der in der Stadt auch die Parkflächen bewirtschaftet, gesucht, geprüft und wieder verworfen. Nun aber steht doch ein Konzept für 16 bewirtschaftete Stellplätze mit Strom- und Wasseranschluss sowie Entsorgungsmöglichkeiten für Abfall und Abwasser. Es wurde am Mittwochabend vom Betriebsausschuss des Stadtrates bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen. Dr. Dietmar Regener, stellvertretender ASP-Betriebsleiter: "Die Standortsuche erwies sich bisher als schwierig. Aber dieser Platz ist ideal." Einziger Wermuthstropfen: Es kostet 70 der dort bisher vorhandenen 250 Pkw-Parkplätze – der Grund für die FDP, als einzige Fraktion gegen den Vorschlag zu stimmen. Umgesetzt werden könnten die Pläne, so Regener, relativ rasch. 50.000 Euro seien im Haushalt 2013 bereits eingeplant.

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Parknöte

Parkplätze gibt’s in Paderborn genug – manchmal aber nicht da, wo man sie sucht. Besonders eng wird’s zum Beispiel am Freitag, 26. August, auf dem Maspernplatz, wenn 600 Eröffnungsgäste der Credo-Ausstellung anreisen – ausgerechnet, wenn auch der Liboriberg gesperrt ist. Beste Ausweichmöglichkeiten: Die Parkhäuser am Neuhäuser Tor und am Rolandsweg.

Ideal scheint die neue Anlaufadresse für Wohnmobilisten wegen seiner nachts ruhigen Lage, der Nähe zum Rolandsbad mit seinen Duschmöglichkeiten, aber auch der Nähe zu Innenstadt, gastronomischen Betrieben und touristischen Zielen wie Computermuseum, Fischteichen und Padersee. Zu welchen Einschränkungen es jedoch bei Großereignissen wie der Eon Westfalen Weser Challange oder durch Freibadbesucher an heißen Sommertagen komme und wie man denen dann abhelfe, müsse noch geprüft werden. Zu Platzmangel könne es aber auch zu Libori kommen, wenn der Platz bisher von Schaustellern belegt ist, oder durch die Schüler von Abendrealschule und Westfalenkolleg kommen.

Dennoch, so Dr. Regner, sei es nach Aussage von Tourismus-Experten nicht ratsam, das Angebot für Wohnmobilisten zeitweise einzuschränken. Diese müssten sich darauf verlassen können, dass der Platz ganzjährig rund um die Uhr genutzt werden kann. Auch seien lediglich geschotterte Flächen für Wohnmobilisten wenig attraktiv, was gegen das direkt benachbarte und gelegentlich für Zirkusveranstaltungen genutzte Areal spreche.

Die Höchstparkdauer soll auf dem neuen Wohnmobil-Platz drei Tage betragen, zu je 5 Euro pro angefangenem Tag (wie auf dem Maspernplatz) plus 50 Cent pro Kilowattstunde Strom und 50 Cent pro 60 Liter Frischwasser. Bei der Tagesgebühr bewege man sich im Mittelfeld mit vergleichbaren Einrichtungen anderer Städte, verteidigte ASP Betriebsleiter Reinhard Nolte den Tarif gegen den Vorschlag aus der Fraktion der Grünen, eine höhere Gebühr zu erheben.

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