Kreis Paderborn Hermann Kaup gestorben

Ehemaliger Kreisdirektor wurde 85 Jahre alt

Hermann Kaup war lange Jahre Kreisdirektor. - © ARCHIVFOTO: ROHLF
Hermann Kaup war lange Jahre Kreisdirektor. | © ARCHIVFOTO: ROHLF

Kreis Paderborn (faa). Nach längerer Krankheit ist am Ostersamstag der ehemalige Kreisdirektor Hermann Kaup gestorben. Insgesamt fast 32 Jahre stand er an der Spitze der Kommunalverwaltung im Kreisgebiet.

Geboren wurde Kaup in Bad Wünnenberg-Helmern, nach dem Kriegsdienst und Gefangenschaft schlug er die juristische Laufbahn ein. Nach der zweiten Staatsprüfung wurde er 1960 zum Amtsdirektor des früheren Amtes Atteln gewählt. Drei Jahre später wurde er Oberkreisdirektor des damaligen Kreises Büren und behielt dieses Amt bis zur Kommunalreform im Jahr 1975. Ohne ihn wäre die politische und innerbehördliche Integration der beiden Kreis nicht so schnell und so gut gelungen, sagte Oberkreisdirektor Werner Henke bei Kaups Verabschiedung 1991.

Bis dahin war dieser als Kreisdirektor "Vize" im Paderborner Kreishaus. Sein Nachfolger Heinz Köhler nannte sich damals ein "Hausgewächs Kaupscher Prägung", Kaup sei ihm sein "bester Lehrmeister" gewesen. Auch der amtierende Landrat Manfred Müller sieht in Kaup – neben Henke und dem ehemaligen Landrat Josef Köhler – "einen der großen Integratoren für den neu geschaffenen Kreis".

Von Mensch zu Mensch

Hermann Kaups Name ist eng verknüpft mit dem Fremdenverkehrsverein "Paderborner Land" (ehemals Bürener Land/Eggegebirge), dem Wasserverband Obere Lippe und dem Wasserverband Aabachtalsperre – er war nach der Heinrichsflut 1965 die treibende Kraft hinter dem Bau der Sperre. Außerdem hat sich Kaup immer für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsprge, das Deutsche Rote Kreuz und den Kreisschützenbund eingesetzt. Zudem war er lange Jahre Vorsitzender der Begehungskommission für den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".

In Erinnerung bleiben wird wohl vielen ehemaligen Mitarbeitern seine Art, Probleme von Mensch zu Mensch "auf dem kleinen Dienstweg zu lösen", nämlich beim Wandern und Spazierengehen im Bürener Land.

Landrat Manfred Müller würdigt den Verstorbenen als Glücksfall für den Altkreis Büren und später auch für den Kreis Paderborn: "Er war Zeit seines Lebens ,einer von uns’ und nah bei den Menschen", so Müller. "Er konnte es mit Menschen aus allen Schichten, war überzeugter Anhänger der identitätsstiftenden und gemeinschaftsbildenden Kraft der Schützen."

Hermann Kaup, der bis zuletzt in Büren gewohnt hat, hinterlässt seine Frau Hildegard, zwei Söhne und eine Tochter. Die Beerdigung findet am Samstag um 10 Uhr in der Nikolauskirche in Büren statt.

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