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Paderborn "Mehrbelastung für Apotheken von 290 Euro"

Sigrid Beer verteidigt Entscheidung der Landesregierung zu den PTA-Schulen

22.02.2013 , 08:00 Uhr

Paderborn. CDU und FDP hatten der Landesregierung vorgeworfen, dass sie mit ihrer Haushaltspolitik den Bestand der Paderborner Schule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) gefährden würde (die NW berichtete). Doch die Kritik an dieser Entscheidung weist die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Sigrid Beer zurück und begründet den Weg der Landesregierung.

"Wer Haushaltskonsolidierung will, muss wissen, dass das ohne sparen nicht geht. Doppelzüngig spricht, wer auf der einen Seite den Schuletat des Landes um 300 Millionen Euro kürzen möchte und dabei keine Gelegenheit auslässt, um der Landesregierung vorzuwerfen, sie wolle nicht genug sparen, und dann auf der anderen Seite lauthals die Förderung der privaten PTA-Ersatzschulen fordert, die ehemals auf Wunsch des Apothekerverbandes eingerichtet worden sind", erläutert Sigrid Beer und verweist darauf, dass keine andere Ausbildung im Gesundheitsbereich, wie z.B. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie oder Hebammen eine vergleichbare Landesförderung bekomme. "Deshalb wurden bereits vor mindestens zwei Jahren alle Beteiligten über die geplante Kürzung informiert. Unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung wurde mit allen Verantwortlichen für die Ausbildung an den PTA-Lehranstalten gesprochen und darauf hingewiesen, dass das Land auf Dauer diese Sonderstellung in der Finanzierungsbeteiligung nicht mehr aufrechterhalten kann und diese in mehreren Schritten abgebaut werden soll", betont Sigrid Beer und fügt hinzu: "Alle aktuell laufenden Kurse werden aber noch bis zu deren Ende finanziert. Im Gegenzug sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Apothekerkammern sich stärker an der Ausbildungsfinanzierung beteiligen können oder alternativ die Erschließung anderer Finanzierungsmöglichkei-ten unterstützen. Denn: Würden die Apotheken den Gesamtbetrag der bisherigen Landes-förderung übernehmen, ergäbe sich rechnerisch pro Apotheke eine maximale jährliche Zusatzbelastung von rund 290 Euro."