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Das Fohlen ist drei Tage alt und der ganze Stolz von Zirkus-Direktor Jonny Baruk. Von Besuchern soll es während des Aufenthalts in Paderborn drei Namen bekommen. Noch hält sich das Jungtier dicht bei Mutter und Vater. - © FOTOS: JENS MÖLLER
Das Fohlen ist drei Tage alt und der ganze Stolz von Zirkus-Direktor Jonny Baruk. Von Besuchern soll es während des Aufenthalts in Paderborn drei Namen bekommen. Noch hält sich das Jungtier dicht bei Mutter und Vater. | © FOTOS: JENS MÖLLER

PADERBORN Namen gesucht für Mini-Zebra

Paderborner Zuschauer sollen Paten für Nachwuchs im Zirkus Baruk werden

VON JENS MÖLLER
07.07.2012 | Stand 06.07.2012, 19:16 Uhr

Paderborn. Der kleine Star des Zirkus Baruk gehört nicht zur Show. Er wartet hinter dem Zelt. Drei Tage alt ist das Zebra-Junge, aber schon flink auf den Beinen. Zirkus-Chef Jonny Baruk sucht jetzt Namen für den gestreiften Nachwuchs. Zirkusbesucher aus Paderborn sollen Namenspaten werden.

Nicht bloß einen, sondern drei Namen soll das Zebra bekommen. "Menschen haben auch mehrere Namen", sagt Baruk. Nächste Woche Donnerstag soll das Mini-Zebra getauft werden. Aus allen Vorschlägen der Besucher will der Zirkusdirektor drei Namen auslosen. Den Gewinnern verspricht er "Freikarten auf Lebenszeit".

Die Geburt des Zebras kommt nicht ungelegen. Das Kleine ist niedliche Werbung in harten Zeiten. "Es ist schwer geworden", sagt Baruk. Seine Kinder seien die siebte Generation der Familie, die mit Zirkus das Geld zum Leben verdient. "Da steckt viel Herzblut drin." Aber zur "Galapremiere" der Baruk-Familie kommen nur rund 120 Besucher in das Gewerbegebiet Benhauser Feld – in den "neuen Kuppel-Zeltpalast im barocken Stil", wie eine Ankündigung vollmundig verspricht. Auch solch ungeschickten Übertreibungen sind es, die der Branche einen etwas zweifelhaften Ruf eingebrockt haben. Die Betriebe versprechen glänzende Unterhaltung, müssen aber jeden Euro zweimal umdrehen.

Auch Baruk ist nicht Roncalli. Und für die teuerste Eintrittskarte gäbe es einen guten Sitzplatz beim SC Paderborn. Aber als bei der Premierenvorstellung das Licht ausgeht, rutschen Kinder aufgeregt bei ihren Eltern auf dem Schoß umher. Im Zelt riecht es nach Popcorn und Sägespänen. Jonny Baruk dressiert Pferde. Seine Kinder tanzen auf dem Seil, jonglieren, wirbeln 20 Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig um den Körper. In der Pause können die Besucher das Zebra-Baby und die andere Tiere wie Kamel und Lama anschauen – für zwei Euro Eintritt.

Aber wer in die Gesichter der Kinder blickt, sieht glänzende Augen und realisiert: Das mit dem Zirkus, es funktioniert.

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