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WARBURG Dreister Betrug mit Internet-Auktionen

Paderborner Pärchen steht in Warburg vor Gericht

25.11.2011 | Stand 25.11.2011, 00:06 Uhr
- © MONTAGE: ANDREAS FAHL
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Warburg (jkl). Ein 27-jähriger Mann und eine 24-jährige Frau aus Paderborn mussten sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Warburg verantworten. Über das Internet-Auktionshaus ebay hatten die Beiden rund zwei Jahre lang Waren zum Verkauf angeboten, die sie nicht besaßen.

Darunter Laptops, Handys, Küchengeräte, Fernseher und Eintrittskarten für Fußballspiele. Dementsprechend lang war die Anklageschrift. Mehr als 24 Käufer aus Warburg, Paderborn, Karlsruhe und Leipzig warteten vergeblich auf ihre Artikel und es entstand ein Schaden von mehr als 18.000 Euro.

"Hier muss man ganz klar von gewerbsmäßigem Betrug sprechen", sagte Richter Stephan Schneyer im Anschluss an die Ausführungen des Staatsanwaltes. Die Angeklagten gaben an, aus reiner Geldnot heraus gehandelt zu haben. "Wir haben Schulden bezahlt", erklärte der Angeklagte. Ein Argument, dass der vorsitzende Richter nicht gelten lassen wollte. "Es gibt auch legale Wege, um Geldprobleme zu lösen."

Das Gericht verhängte daher zwei Freiheitstrafen

Dass der dreiste Betrug auffliegen würde, hätten sich die beiden Angeklagten auch selbst ausrechnen können, befand Richter Schneyer. Zudem hätten die beiden Beklagten weitergemacht, obwohl ihnen bereits mehrere Anklageschriften zugestellt worden waren. Das Gericht verhängte daher zwei Freiheitstrafen über zwei Jahre für den 27-Jährigen und über ein Jahr und sechs Monate für die 24-Jährige.

"Bei der Angeklagten setzen wir die Haftstrafe zur Bewährung aus", sagte der Richter. Für ihren Partner sah er diese Möglichkeit jedoch nicht, da dieser bereits wegen Betruges zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war.

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