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In dem Brief wird kritisiert, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nur durch den Einsatz von Hundertausenden Arbeitsmigranten möglich wurde. - © Pixabay (Symbolfoto)
In dem Brief wird kritisiert, dass die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nur durch den Einsatz von Hundertausenden Arbeitsmigranten möglich wurde. | © Pixabay (Symbolfoto)

Paderborner Verein WM in Katar: SC Aleviten beteiligt sich an offenem Brief

In dem Schreiben wird die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Katar gefordert.

15.11.2022 , 03:00 Uhr

Paderborn. Der SC Aleviten Paderborn fordert als Mitunterzeichner eines Offenen Briefs die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Katar. Wie der Vereinsvorsitzende Verani Kartum mitteilte, wurde dieser Brief jetzt an Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, geschickt. Den Brief haben darüber hinaus weitere 35 Fanclubs unter anderem von Schalke 04, Union Berlin und SC Freiburg unterschrieben.

In dem Brief wird kritisiert, dass die am Sonntag, 20. November, beginnende Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nur durch den Einsatz von Hundertausenden Arbeitsmigranten möglich wurde, "die größtenteils unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften mussten und von denen unzählige zu Tode kamen".

Menschenrechtsorganisationen forderten daher von der FIFA Entschädigungszahlungen in Höhe von 440 Millionen US-Dollar für betroffene Arbeitsmigranten und deren Angehörige. Diese Summe entspreche den Preisgeldern, die die FIFA an die teilnehmenden Fußballverbände ausschütten wolle. Dieser Forderung schlössen sich die unterzeichnenden Vereine an.

Zusage von Bernd Neuendorf

Neuendorf habe zugesagt, innerhalb der FIFA für die Einrichtung eines entsprechenden Entschädigungsfonds einzutreten und dass der DFB bereit sei, den Fonds mitzufinanzieren. "Sollte die FIFA sich dieser Idee verweigern, so erwarten wir vom DFB, dass er seine Preisgelder (je nach Platzierung zwischen 9 und 42 Millionen Dollar) eigenständig für Entschädigungszahlungen verwendet. Für den gleichen Zweck sollten die DFB Nationalspieler etwaige Siegprämien spenden."

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