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Hubert Scheuerlein (Chefarzt der Klinik Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie) und Sabrina Seim (Patientin). - © St.-Vincenz-Kliniken
Hubert Scheuerlein (Chefarzt der Klinik Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie) und Sabrina Seim (Patientin). | © St.-Vincenz-Kliniken

Übergewicht "Sehr befreiend": So hat diese Paderbornerin 53 Kilo abgenommen

Sabrina Seim hat Übergewicht und weiß: Es muss sich etwas ändern. Das gelingt ihr schließlich mit Hilfe des Paderborner St.-Vincenz-Adipositaszentrums.

08.11.2022 | Stand 08.11.2022, 10:57 Uhr

Paderborn. Als ihre Waage 127 Kilogramm anzeigte, fasste Sabrina Seim den Entschluss, sich professionelle Hilfe im St.-Vincenz-Adipositaszentrum zu holen. „So kann es einfach nicht weiter gehen“, gestand sich Sabrina Seim ein.

Mit sehr viel Durchhaltevermögen und Willenskraft schaffte sie es, mehr als 53 Kilogramm Körpergewicht zu verlieren, wie das Krankenhaus in einer Presseinformation mitteilt.

„Ich hatte schon als Jugendliche mit dem Übergewicht zu kämpfen. Ich machte Fastenkuren und Diäten, aber nichts hat wirklich Erfolg gebracht. Es fiel mir zunehmend schwer, Treppen zu steigen, die Knie schmerzten. Ich wollte es unbedingt vermeiden, an Diabetes zu erkranken. Als Altenpflegerin weiß ich, welche schwerwiegenden Folgen Diabetes haben kann. Es musste sich etwas ändern, allein schon wegen meiner Kinder“, sagte die Zweifach-Mama.

In einem sechsmonatigen Begleitprogramm des St.-Vincenz-Adipositaszentrum lernte sie, sich selbst die richtigen Ziele zu setzen, ihre Ernährung, umzustellen und das richtige Pensum an Bewegung zu finden. Dabei unterstütze sie das Team der Adipositas-Chirurgie: Hubert Scheuerlein, Chefarzt der Klinik Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie, sowie Ernährungsberaterinnen, Diätassistentinnen und Medizinische Fachangestellte.

Viele haben zig Diäten hinter sich

Seit drei Jahren besteht die Adipositas-Chirurgie am St.-Vincenz-Krankenhaus. Seitdem ebnete das Team bereits 400 Betroffenen den Weg in ein leichteres Leben. Rund 75 Prozent der Patienten entschieden sich im Nachgang des Begleitprogramms für eine Operation. „Viele Patienten haben zig Diäten hinter sich. Auf den ersten Blick scheint eine Magenverkleinerung vielleicht der einfachste Ausweg. Doch dahinter steckt harte Arbeit, denn Betroffene müssen ihren Lebensstil und ihre Essgewohnheiten komplett auf den Kopf stellen“, erklärt Scheuerlein.

Auch Sabrina Seim entschied sich für eine Operation. „Direkt nach der OP konnte ich nur zwei Löffel Joghurt zu mir nehmen. Der Kopf muss das auch erst einmal verstehen.“ Nun, ein Jahr nach dem Eingriff, beschreibt sie sich als bessere Version von sich selbst: „Ich kann shoppen gehen, wo ich will, ich kann mit meinen Kindern in den Freizeitpark fahren und muss mir vor Veranstaltungen keine Sorgen darübermachen, ob die Stühle für mich passen – dieses Gefühl ist sehr befreiend.“

In den Sozialen Medien nehme sie Interessierte schon seit einigen Jahren mit auf ihre Reise. „Mir macht es richtig Spaß, neue zuckerarme und proteinreiche Rezepte auszuprobieren und zu teilen. All die Jahre war die Community auch eine Art Selbsthilfegruppe für mich. Ich konnte anderen Mut machen und das motiviert mich bis heute. Ich bin nun endlich mit mir zufrieden.“

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